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Philip

Veröffentlicht: 1. Oktober 2020

Hi, wie heißt Du?Philip Phu Nguyen Dang Hoan
In welcher Stadt wohnst Du aktuell? Bremen
Und wo bist Du geboren? Aus dem Küstenstädtchen Norden in Niedersachsen
Das heißt, Du bist nur für Dein Studium nach Bremen gezogen?Ja
Wie alt bist Du? 30 Jahre
DSI, DMI oder beides? Beides
In welchem Semester befindest Du Dich? Ja, ich bin dieses Jahr mit dem DMI fertig geworden
Bei welchem Unternehmen bist Du angestellt? CONTACT Software GmbH
Beschreibe Dich in drei Worten! Offen, spontan, kritisch

Es gibt ja ein recht weites Spektrum an Studiengängen. Wusstest Du direkt, in welchen dieser Bereiche Du einsteigen möchtest oder warst Du zwischen verschiedenen hin- und hergerissen?

Tatsächlich gab es bei mir ein weites Spektrum an potentiellen Studiengängen. Ich wollte immer etwas mit Technik machen, da ich früher viel und gerne an elektronischen Geräten wie zum Beispiel an Computern gebastelt habe. Auch in der Schule war ich eher an Naturwissenschaften interessiert und hatte vor allem schon lange diese Faszination für neue Technologien und elektronische Sachen. Das ging zwar nicht direkt in die Informatik-Schiene, sondern eher in Richtung Elektrotechnik oder Bionik, aber leider war zum Beispiel der letzte Studiengang für mich wegen der hohen Anforderungen außer Reichweite. Informatik ist es letztendlich wegen des Angebots eines dualen Studiums geworden.

„Ich habe einfach nach ‘Duales Studium Informatik’ bei Google gesucht und bin auf die Homepage des DSI gestoßen.“

Wie bist Du auf den Studiengang aufmerksam geworden?

Zu der Zeit (2008) war dieses Buzz-word “duales Studium” ziemlich im Kommen und mein Nachbar hatte mir empfohlen, dual zu studieren, einfach der Praxiserfahrungs halber. Dann habe ich nach “Duales Studium Informatik” bei Google gesucht und bin auf die Homepage des DSI gestoßen. Dass es nach der Bewerbungsphase schließlich Bremen geworden ist, fand ich wirklich angenehm. Einfach aufgrund der Nähe zu meiner Familie und meiner Heimat (Ostfriesland, Hamburg). Das ist natürlich der klassische Weg, also über das Internet. Nicht so wie bei einem Kommilitonen von mir, wo die Mutter den “Sohnemann” mehr oder minder einfach dorthin gedrängt hat. (lacht)

Was hättest Du gerne vor dem Studium gewusst?

Dass, wenn man den Master macht, die Bachelornote im Anschluss gar nicht unbedingt mehr so relevant ist. Dann hätte man sich da nämlich doch etwas mehr zurücklehnen können… (lacht) Aber wenn ich zurückdenke, bereue ich jetzt nicht die Art und Weise, wie ich mein Studium durchgezogen habe.

Was ist Dein liebstes Thema beim Mittagsplausch?

…die Arbeit? (lacht) Also tatsächlich reden wir Kolleg*innen hier in unserem Umfeld am meisten über unsere Arbeit. Viele sagen zwar, das sollte gar nicht Hauptthema sein, aber es passiert immer ganz automatisch. Es ist jedoch wie so eine Art Ventil im positiven und negativen Sinne. Mit meinem engen Kreis hier wird außerhalb dieses Themas natürlich auch immer hitzig diskutiert, welche Feierabendbier-Kneipe es denn heute wird.

Welche Situation aus der Arbeit hat Dich mal so richtig stolz gemacht?

Ich könnte aus meiner Azudenten-Zeit etwas berichten, das war ein Projekt beim Bau des Gotthard-Tunnels in den Alpen. Der Kunde dort hatten quasi “Not am Mann” für eine Projektmanagement-Lösung unter anderem für die Kalkulation der Streckenabschnitte. CONTACT Software hat das Projekt angenommen und wir Studis waren auch mit eingebunden, was natürlich aufregend war bei so einem Millionenprojekt. Letztlich konnte der Tunnel sogar sechs Monate früher fertiggestellt werden. Das war toll! Es sind eben nicht nur die kleinen Projekte, bei denen man mitwirken konnte.

Gibt es einen Informatiker-Hotspot in Bremen, von dem man wissen muss?

…ihr meint einen “place to be”? Ich persönlich bin dort ja gar nicht SO nerdy unterwegs (lacht), aber es gibt den Hackerspace, wo sich viele Informatiker*innen und Bastler*innen treffen und ihre Projekte starten. Ich habe mir dort auch mal Hilfe besorgt und fand es eigentlich sehr interessant. Ansonsten gibt es für Webentwickler*innen noch Webmontage, wo viele von meinen Kolleg*innen etwas in Richtung Web machen. Und was aktuell natürlich sehr beliebt ist, sind die Hackathons, bei denen ich auch Freunde in der Organisation kenne.

Auf welche Veranstaltung sollte ein Bremer Neuling auf jeden Fall gehen?

Was mir dazu einfällt: “Eat the world”! Das ist so eine Art Stadtführung, bei der man fünf bis sechs Restaurants oder Cafés besucht und dann in jedem Laden etwas zu Essen oder zu Trinken bekommt. Die Guides sind echt gut und haben interessante Facts im petto. Das Angebot gibt es im Viertel und in der Innenstadt und lohnt sich natürlich für den Gaumen, aber auch für das Kennenlernen der Stadt.

„Mein Traum Smartphone? Das hätte eine Zeit-Umkehr-Maschine.“

Welche Funktion hätte Dein Traum-Smartphone?

…muss das realistisch sein? (lacht) Also am liebsten hätte ich eine Zeit-Umkehr-Maschine. Ganz einfach, weil man damit ALLES regeln könnte.

Auf was könntest Du in Deinem Leben nicht verzichten?

Ganz einfach: Meine besten Freunde und die Familie. Abgesehen davon aber auch den Bezug zu Instrumenten. Ich habe in meinem ganzen Leben immer verschiedene Instrumente gespielt und bin nie bei einem hängengeblieben. Aktuell tobe ich mich viel auf meinem Klavier aus, ich habe aber auch mal Gitarre, Keyboard oder sogar Orgel gespielt. Ich mag einfach dieses Gefühl von Instrumenten in meiner Hand, das brauche ich so ein bisschen zum Abschalten.

Hendrik

Veröffentlicht:

Hi, wie heißt Du?Henrik Voß
In welcher Stadt wohnst Du aktuell? Bremen
Und wo bist Du geboren? Lengerich, Nordrhein Westfahlen
Das heißt, Du bist nur für Dein Studium nach Bremen gezogen?Ja
Wie alt bist Du? 29 Jahre
DSI, DMI oder beides? DSI
In welchem Semester befindest Du Dich? Ja, seit 2012
Bei welchem Unternehmen bist Du angestellt? Commerzbank AG
Beschreibe Dich in drei Worten! Perfektionistisch, ein Macher, analytisch

Wie bist Du zum Dualen Studium Informatik gekommen?

Ich habe früher schon sehr viel mit Informatik gemacht. Eine Freundin von mir, die in der gleichen Informatikklasse war, hat dann ein duales Studium begonnen. Ich hatte mich noch nicht orientiert und wusste nicht so recht, was ich machen soll. Ich komme aus keiner Akademiker-Familie, deswegen war das für mich alles nicht so klar. Die Freundin hat mich dann auf die Idee gebracht und ich dachte mir “ja warum eigentlich nicht”? (lacht) Somit hab ich schließlich nach einem dualen Studium im Bereich Informatik gesucht und bin auf der Homepage des DSI gelandet. Damals gab es da acht Firmen, ich hab drei Bewerbungen geschrieben und wurde bei einer Firma genommen, da hab ich dann zugeschlagen. (lacht)

Wenn Du sagst, Du hast vorher schon viel mit Informatik gemacht, hattest Du das Fach in der Oberstufe?

Ja genau, ich war zuerst auf der Realschule und da konnte man ab der 8. oder 9. Klasse ein Wahlpflichtfach wählen: Physik, Informatik, Bio oder eben Informatik. Im Anschluss hab ich das Fachabitur gemacht und dort gab es eine Laptop-Klasse. (lacht) Und wie man dann in der 10. Klasse so ist, war das natürlich sehr interessant, denn da konnte man zocken und noch andere coole Dinge machen. Danach bin ich nach Rheine gegangen und habe eine schulische Ausbildung als Informationstechnischer Assistent (ITA) gemacht. Anschließend hab ich mich hier bei der Commerzbank beworben und bin da jetzt festangestellt.

Welchen Beruf haben sich Deine Eltern für Dich vorgestellt?

Eigentlich konnte ich immer machen was ich wollte, aber es war ziemlich schnell klar, dass ich etwas mit Informatik machen werde. Das lag vor allem daran, dass mein Vater auch sehr informatikaffin ist. Er ist zwar kein Informatiker, aber er war immer sehr interessiert. Deswegen war Informatik sehr früh ein Thema bei mir.

“Mein Lieblingsmodul während des Studiums war Technische Informatik, denn da hatte ich ein Aha-Erlebnis.“

Was war während des DSI Dein Lieblingsmodul, oder Lieblingsinformatikthema?

Technische Informatik, denn da hatte ich ein Aha-Erlebnis. Wir haben mit solchen Laborsteckkästen einen Computer nachgebaut. Diese Teile, in die man Kabel reinstecken kann, bestimmte Bausteine drauf liegen und mit denen man etwas zusammenstellen kann. Als der dann im Groben wie ein echter Computer funktioniert hat, waren wir stolz wie Oskar, dass es funktioniert hat, mit der Konzeption und allem Drum und Dran. Und jetzt kommts: Man konnte vorne zwei einstellige Zahlen einstellen, maximal bis zu der Ziffer 4 und hat dann auf einen Knopf gedrückt und er hat es hinten addiert, mehr konnte der nicht. (lacht) Aber es spiegelt genau das wieder, was so ein Smartphone heute ist, also natürlich sehr vereinfacht. Dieser Moment, wo dir klar wird: “Aha okay, es macht alles irgendwie Sinn und es funktioniert zusammen” – das war schon sehr cool.

Welchen Tipp hast Du für Studienanfänger für die Kombination von Berufsalltag, Hochschule und Berufsschule?

Also ich würde immer wieder dual studieren. Ich kenn die Konzepte der anderen Firmen nicht, aber ich bin mit unserem sehr zufrieden. Man kann sich die ersten zwei Jahre voll auf das Studium konzentrieren und den Job auch Job sein lassen. In den Semesterferien muss man ein bisschen arbeiten, schon allein um die Firma kennen zu lernen. Sinnvoll ist es auch, an Betriebsfeiern teilzunehmen, um die Kolleg*innen kennen zu lernen und sich zu orientieren, wo die Kolleg*innen beispielsweise mittags essen gehen usw.. Dann ist es bei der Hochschule so, dass man ab dem dritten Jahr ins Praxisjahr und somit in den Berufsalltag startet. Man hat dann das theoretische Wissen und kann es perfekt anwenden.

Und das wird auch gut abgestimmt von den Unternehmen und der Hochschule?

Ja, wir sind halt nur in den Semesterferien in der Firma, aber das ist akzeptiert und auch okay so. Das ist für mich auch der Grundbaustein des Studiums, sonst würde das glaub ich nicht funktionieren. Aktiv mitarbeiten und parallel das Studium machen, das wäre für mich zu viel gewesen. Da hätte ich mich weder auf das eine noch auf das andere konzentrieren können. Dieses richtige Kennenlernen des Studiums ist wichtig. Vorher hat man in der Schule immer gesagt bekommen, was man zu tun hat. Im Studium muss man dann aber selbst entscheiden, geht man zur Vorlesung oder nicht, lernt man oder lernt man nicht, macht man die Aufgaben zeitnah oder zwei Stunden vor der Abgabe. Diese Selbstorganisation musste ich erstmal lernen!

Wofür würdest Du Mitten in der Nacht aufstehen?

Für einen Skiurlaub. (lacht) Es ist nämlich nicht lange her, da bin ich um 2:00 Uhr nachts genau dafür aufgestanden.

Was hat Dich von allem am meisten an der Stadt Bremen überrascht?

Wie klein die Stadt doch ist. Ich komme zwar aus einer Kleinstadt mit nur zirka 25.000 Einwohnern, aber in Bremen ist auch alles relativ klein. Man kommt überall mit dem Fahrrad hin, aber es ist trotzdem immer etwas los. Vor allem war ich überrascht, dass alle Geschäfte bis 24 Uhr auf haben. (lacht)

Welches Bremer Viertel gefällt Dir am besten und wieso?

DAS Viertel. Ich wohne da und es ist sehr zentral. Die Neustadt – da muss man ja erst immer noch über die Brücke rüber, auf die falsche Seite der Weser. (lacht) Aber ich hatte in der Neustadt meine erste Wohnung. Im Viertel ist halt immer etwas los und ich bin in zehn Minuten in der Stadt oder am Ostertorsteinweg, kann da etwas essen gehen und solche Dinge.

„Ein Informatiker-Hotspot in Bremen? Der Hackerspace Bremen.“

Gibt es einen Informatiker-Hotspot in Bremen, von dem man wissen müsste?

Der Hackerspace Bremen! Das ist ein Verein, den es seit ein paar Jahren gibt, mit Sitz in der Bornstraße. Das Wort “Hacker” ist ja ein bisschen negativ belegt, wird aber auch immer missverstanden, weil Hacker an sich die Leute sind, die versuchen aus irgendwelchen Dingen etwas zu bauen. Im Verein gibt es zum Beispiel viele Lötstationen, 3D-Drucker und noch viele andere Sachen und die Mitglieder basteln total lustige Dinge. Dort kommen die unterschiedlichsten Fachgebiete zusammen. In diesem Jahr stellt der Verein auch auf der Maker Fair in Hannover aus.

Was würdest Du machen, wenn Du eine Woche kein Internetzugang hättest?

Ich würd mit meinem Bus nach Schweden fahren und mich da einfach irgendwo ins nirgendwo stellen, die Natur genießen und wandern gehen. Ich habe es aber noch nie eine Woche ohne Handy ausprobiert, ich weiß nicht, ob ich das überleben würde. (lacht)

Florian

Veröffentlicht: 27. September 2020

Hi, wie heißt Du?Florian Duchow
In welcher Stadt wohnst Du aktuell? Bremen
Und wo bist Du geboren? Brandenburg, Neuruppin
Das heißt, Du bist nur für Dein Studium nach Bremen gezogen?Richtig
Wie alt bist Du? 20 Jahre
DSI, DMI oder beides? DSI an der Hochschule
In welchem Semester befindest Du Dich? Ich werde 2020 fertig sein
Bei welchem Unternehmen bist Du angestellt? Bundesnetzagentur
Beschreibe Dich in drei Worten! Offen, freundlich und sehr genau

“Anders als in der Schule macht man im Studium das, worauf man auch wirklich Lust hat.”

Was waren vor dem Studium Deine Erwartungen an die Studenten-Zeit?

Da man über duale Studiengänge häufig hört, dass es schwer ist, neben der Hochschule noch zu arbeiten, bin ich mit der Erwartung rangegangen, dass das Ganze schon anstrengend wird. Andererseits ist es aber auch so, dass man anders als in der Schule das macht, worauf man auch wirklich Lust hat und sich auf einen Bereich beschränkt, den man interessant findet. Außerdem habe ich mich auf die Stadt Bremen sehr gefreut und bezüglich der Bundesnetzagentur hatte ich durch das Bewerbungsgespräch auch ein sehr gutes Gefühl.

Und wurden Deine Erwartungen bisher erfüllt?

Im Großen und Ganzen wurden sie erfüllt. Aber es gibt in der Berufsschule schon Fächer, bei denen man sich fragt, wozu man die braucht oder die man nicht sonderlich mag. Es ist nicht so, dass man sich für das Studium entscheidet und alles immer 100 Prozent interessant findet, aber das steht man ganz gut durch.

Bist Du ein Frühaufsteher oder Morgenmuffel?

Ich bin eher ein Morgenmuffel. Mein Trick ist, dass ich morgens dusche und mich danach nochmal für eine Stunde hinlege. Leider bin ich trotzdem meist müde. Ich trinke jeden Tag meine Fritz Cola in der Hochschule, das ist sozusagen mein täglicher Kaffee. Und irgendwie überlebe ich den Morgen und ab 9 Uhr wird es dann auch besser. (lacht)

Wie sieht der gewöhnliche Arbeitsalltag bei Dir aus?

Während der Hochschul-Phase sind wir nur jeden Donnerstag in der Bundesnetzagentur, da wir viele Aufgaben für die Hochschule zu erledigen haben. In den Praxisphasen bekommen wir konkrete Arbeitsaufträge, die wir dann abarbeiten. Wir haben zum Beispiel Projektarbeiten, für die wir eine Aufgabenstellung bekommen, die genau vorschreibt, was das Programm am Ende beinhalten soll. Wir arbeiten uns dann selbstständig durch die einzelnen Phasen der Projektplanung, immer in Zusammenarbeit mit den Azubis, die nicht zusätzlich studieren. Ansonsten gab es am Anfang viele Arbeitsaufträge, in denen uns Grundlagen vermittelt wurden und zu denen wir zu verschiedenen Themen Vorträge vorbereiten und halten mussten.

“Die Praxisphasen sind bei uns das, was sonst die Semesterferien wären.”

Wie kann man sich das in den Praxisphasen vorstellen?

Die Praxisphasen sind bei uns das, was sonst Semesterferien wären. In dieser Zeit sind wir den ganzen Tag in der Bundesnetzagentur und haben einen normalen Arbeitsalltag. Es besteht dann die Chance, Projekte zu bearbeiten. Wenn wir während der Hochschulzeit nur einmal in der Woche in der Behörde sind, lässt sich ein Projekt schwierig fertig stellen, da lohnt sich das in den Praxisphasen eher. Außerdem können wir in den Praxisphasen, an die anderen IT-Standorte der Bundesnetzagentur fahren. Wir waren zum Beispiel im vergangenen Praxisblock in Mainz, weil ein Großteil der IT-Referate dort sitzt. Da konnten wir uns vor Ort angucken, wo unsere zukünftigen Arbeitsplätze sein könnten.

Das heißt, in der Hochschulzeit gibt es dann einen Tag, an dem ihr im Unternehmen seid?

Das ist abhängig vom jeweiligen Hochschulplan. Wir besprechen mit den Ausbilder*innen zu welcher Zeit in der Woche es sinnvoll ist, in die Behörde zu kommen. Das hängt dann immer davon ab, wann wir anfangen und aufhören, sodass wir ungefähr auf unsere Wochenstunden kommen. Was ebenso berücksichtigt werden muss ist, dass wir jeden Dienstagnachmittag Berufsschule haben. Aber da achtet die Hochschule drauf – an dem Tag ist der Unterricht immer so vorbei, dass wir im Anschluss zur Berufsschule können.

Wo siehst Du Dich in zehn Jahren?

Im Idealfall mit dem Bachelorabschluss in der Hand und aktuell würde ich gerne noch einen Master dranhängen, aber das wird sich in den nächsten Jahren entscheiden. Ansonsten: Fest in der Arbeitswelt integriert und am besten verheiratet und Kinder.

Kommt denn der DMI für Dich infrage oder würdest Du einen anderen Master machen?

Das hängt von der Bundesnetzagentur ab, wir haben eine Verpflichtung zwei Jahre lang nach dem Bachelor in der Behörde zu bleiben. Ich muss dann sehen, ob es möglich ist, den DMI bei der Bundesnetzagentur anzuhängen. Der Master wird dann allerdings vermutlich nicht in Bremen sein, da unser IT-Standort nicht hier ist. Nach dem Bachelor wird es dann voraussichtlich zu einem anderen Standort gehen.

Wenn Du übersinnliche Kräfte besitzen würdest, wie würdest Du diese in Deinem Studium, Deiner Ausbildung oder Deiner Arbeit einsetzen?

Es kommt drauf an welche übersinnliche Kraft ich habe. Aber wenn meine Kraft so übersinnlich wäre, dass ich mir alles ohne Probleme merken könnte, dann würde das natürlich viel Lernaufwand ersparen. Das hätte zur Folge, dass ich viel mehr Freizeit hätte. Doch, das würde mir gefallen.

Was hast Du Dir von Deinem ersten verdienten Geld gekauft?

Ich war mit meinem ersten verdienten Geld mit meinen Freunden aus der SEK I Zeit essen und ich habe mir meine Play Station 4 gekauft.

Auf welche Veranstaltung sollte ein Bremer Neuling auf jeden Fall gehen?

Das Problem ist, dass ich selbst auf wenige Veranstaltungen gehe. Auf dem Freimarkt sollte man mal gewesen sein. Wir sind die letzten beiden Jahre auch mit den Azubis und Student*innen zusammen hingegangen. Und das Weser Stadion sollte man natürlich auch einmal besuchen.

Anika

Veröffentlicht:

Hi, wie heißt Du?Anika Bracht
In welcher Stadt wohnst Du aktuell? Bremen
Und wo bist Du geboren? Auch in Bremen
Wie alt bist Du? 25 Jahre
DSI, DMI oder beides? DSI und zurzeit DMI
In welchem Semester befindest Du Dich? Im 5. Semester
Bei welchem Unternehmen bist Du angestellt? CTS EVENTIM Solutions GmbH
Beschreibe Dich in drei Worten! Fröhlich, realistisch und offen

Es gibt ja ein recht weites Spektrum an Studiengängen. Wusstest Du direkt, in welchen dieser Bereiche Du einsteigen möchtest?

Nach dem Abitur fand ich den Gedanken zu studieren schon schön, obwohl ich mir nicht so richtig was drunter vorstellen konnte. Aber eine Ausbildung hat mich irgendwie auch gereizt. Auf einer Berufsmesse habe ich erfahren, dass es das Duale Studium Informatik gibt. Daraufhin habe ich mich näher informiert und fand es echt cool, weil ich Informatik auch als Leistungskurs im Abi hatte. Nach einiger Zeit bin ich dann auf EVENTIM gestoßen und bei EVENTIM hatte ich eine Vorstellung davon, was die machen. Nachdem ich das DSI entdeckt hatte, gab es keinen Zeitpunkt, an dem ich etwas anderes studieren wollte. Für mich war sofort klar, dass ich dieses Duale Studium Informatik machen will.

Und beim DMI war für Dich dann auch klar, dass Du das bei EVENTIM machen möchtest?

Ja. In meinem Bachelorvertrag war vereinbart, dass ich nach Abschluss zwei Jahre im Unternehmen bleibe. Als ich dann gehört habe, dass es das DMI gibt, habe ich direkt gefragt ob es möglich wäre, den Master hier bei EVENTIM anzuhängen. Ich habe dann nicht direkt im Anschluss an den Bachelor den Master weitergeführt, sondern erst mal ein Semester voll gearbeitet. In der Zeit hatten mein Arbeitgeber und ich sozusagen Bedenkzeit. Schließlich dachte ich mir, wenn ich die Möglichkeit habe, warum sollte ich den Master nicht auch noch hinterherschieben und so hab ich es auch getan.

Bist Du mit Deiner jetzigen Entscheidung zufrieden?

Momentan verzweifle ich gerade ein wenig, da ich derzeit meine Masterarbeit schreibe, aber ansonsten freue ich mich sehr. (lacht)

Was ist Dein Lieblingsmodul an der Uni?

Das ist gar nicht so leicht. Ich fand das Thema Petri-Netze sehr interessant. Da geht es um die Darstellung von Automaten. Du hast verschiedene Zustände und Punkte und es gibt eine Startbedingung und man muss die so verbinden, dass eine spezielle Endverbindung entsteht – zum Beispiel die, dass alle Punkte in einem Zustand sind. Es ist leider schon etwas länger her, deswegen kann ich es nicht so gut erklären, (lacht) aber das fand ich ziemlich gut.

“Freizeit und Uni passen irgendwie immer zusammen.”

Wie vereinbarst Du die Arbeit und Freizeit miteinander?

Ich habe vor dem DSI noch regelmäßig Klavier gespielt, aber mir war klar, dass ich das aufgeben muss, wenn ich dieses duale Studium anfange, weil es einfach viel Zeit in Anspruch nimmt. Ich fand es nie schlimm, dass man mal bis Mitternacht an einem Abgabezettel saß, ich wusste ja, worauf ich mich eingelassen habe. Irgendwann schleicht sich eh immer das schlechte Gewissen ein und man merkt, dass man sich hinsetzen und was tun muss, aber Freizeit und Uni passen irgendwie immer zusammen.

Was hast Du Dir von Deinem ersten Gehalt gekauft?

Ich habe mit meinem ersten Gehalt meine Mama und meine Schwestern zum Essen eingeladen, weil man das wohl so macht. (lacht)  Wir waren in einem mongolischen Restaurant in Huchting.

Welches Bremer Viertel gefällt Dir am besten und zu welcher Veranstaltung sollte man dort hingehen?

Also von der Wohngegend her, finde ich die Neustadt nicht verkehrt. Dort ist alles in der Nähe und ich bin mit der Bahn in zehn Minuten bei der Arbeit. Man ist super nah an der Stadt, aber doch nicht mitten drin. Ansonsten kann ich in Walle die Union Brauerei sehr empfehlen. Die haben sehr gute Pulled Pork Burger. Und im Obergeschoss ist das Krimitheater, dafür hab ich letztens Tickets bekommen, das war sehr spannend. Das Theater ist nicht so groß wie das Goethe Theater im Viertel, aber dafür viel familiärer und gemütlicher.

Wohnst Du alleine oder in einer WG oder ganz anders?

Ich wohne alleine in einer Wohnung relativ nah am Leibnizplatz. Wenn ich dann mal zur Uni muss, ist das nicht allzu weit. Vorher habe ich bei meiner Mama in Huchting gewohnt und da habe ich eine Stunde zur Uni gebraucht, das war nicht so angenehm.

Was würdest Du machen, wenn Du eine Woche kein Smartphone hättest?

Als Informatikerin würde ich wahrscheinlich den Laptop benutzen.

Okay, sagen wir Du hast gar nichts in der Richtung.

Dann würde ich mit meinem Haustelefon, die Leute anrufen, deren Nummern ich hoffentlich habe und würde mit ihnen etwas unternehmen. So etwas wie Spazieren, Essen oder ins Kino gehen, denn ich gehe gern ins Kino, da braucht man das Handy ja nicht.

“Vor allem im Team ist eine gute Kommunikation und Absprache wichtig.”

Was würdest Du einem Neuling für seinen oder ihren ersten Tag bei EVENTIM empfehlen?

In diesem dreieckigen Gebäude verläuft man sich extrem schnell. Man braucht mindestens einen Monat, bis man weiß, bei welchem Eingang oder Ausgang man sich befindet. Außerdem gibt es einige Tricks und Tipps, die ich nach und nach gelernt habe, zum Beispiel wo es Tee gibt oder wen man ansprechen muss, wenn man seine Tastatur mit Wasser geflutet hat. Ansonsten sollte man sich nicht still in die Ecke setzen und darauf warten, dass man angesprochen wird. Vor allem im Team ist eine gute Kommunikation und Absprache wichtig.

Jonas

Veröffentlicht:

Hi, wie heißt Du?Jonas Beenenga
In welcher Stadt wohnst Du aktuell? Bremen
Und wo bist Du geboren? Auch in Bremen
Wie alt bist Du? 25 Jahre
DSI, DMI oder beides? DSI
In welchem Semester befindest Du Dich? Fertig seit 2015
Bei welchem Unternehmen bist Du angestellt? Meine Ausbildung habe ich bei der abat AG gemacht, zurzeit arbeite ich bei PDS in Rotenburg
Beschreibe Dich in drei Worten! Unkonventionell, offen und zielorientiert

Es gibt ja ein recht weites Spektrum an Studiengängen. Wusstest Du direkt in welchen dieser Bereiche Du einsteigen möchtest?

Ich war eigentlich immer in Richtung Mathe und Informatik ausgerichtet, wollte aber nie das reine Studium haben, weil mir das einfach zu langweilig vorkam. Ich habe dann das duale Studium gefunden und gedacht, ja, das ist es. Danach habe ich mich gar nicht mehr weiter umgeguckt, sondern bin von Informatik ausgegangen. Ich war mir also sehr sicher.

“Meine Abiturkombination war sozusagen eine Nerdkombination.”

Woher kam das Interesse?

Ich hatte in der Schule Informatik. Der Lehrer war zwar nicht gut, konnte mich aber irgendwie dafür begeistern und hat mir einen Anreiz gegeben, damit auch weiter zu machen. Mathe hatte ich als Leistungskurs und da war Informatik als Nebenfach Pflicht. Meine Abiturkombination war sozusagen eine Nerdkombination. (lacht)  Später habe ich gesehen, dass man das auch wirklich studieren kann und so habe ich dann für mich entschieden, dass ich in die Richtung gehen möchte.

Bist Du mit Deiner jetzigen Entscheidung zufrieden?

Ich glaube, dass der Weg für mich auf jeden Fall am allerbesten war. Ich fand es total spannend, im Informatikstudium hinter die Kulissen gucken zu können. Gleichzeitig wollte ich aber auch wissen, was dann passiert, und da konnte ich in der Praxis viel lernen. Im Unternehmen habe ich mich schließlich einfach hingesetzt, etwas für meinen Arbeitgeber programmiert und so gemerkt, dass das Erlernte etwas ist, was ich auch anwenden kann. Die abstrakten Dinge, die ich in der Uni und im Leben gelernt habe, öffnen einem im Berufsleben extrem viele Türen, wie ich gemerkt habe.

Nenne das längste Fachwort, das Du aus Deinem Studium kennst.

Nichtdeterministischer endlicher Automat.

Wo hast Du Dein Studium gemacht?

Bei der abat AG, aber ich habe mich nach dem Studium darum gekümmert, dass ich neue Herausforderungen bekomme und bin zu einem anderen Arbeitgeber gegangen. Beim Bewerbungsprozess ist mir aufgefallen, dass die Arbeitgeber das toll finden, wenn man im Studium nicht nur rumgesessen hat, sondern auch wirklich etwas gemacht hat.

“Während des Studiums habe ich eine Buchausleihe programmiert, die bis heute im Unternehmen verwendet wird.”

In welchen Projekten konntest Du Dich in Deinem Unternehmen bereits einbringen?

Während des Studiums habe ich gelernt, Android Apps zu programmieren und habe damit eine Buchausleihe programmiert, damit die Bücher im Unternehmen nicht mehr rumfliegen. Die App wird glaub ich auch noch verwendet. Das war mein Ausbildungsprojekt und es war für mich sehr spannend zu sehen, wie das Programm, das ich gestaltet und programmiert habe, auch genutzt wird. Ansonsten habe ich bei abat viele kleine Programme für den internen Gebrauch geschrieben. Ich hatte so die Möglichkeit, viel praktisch zu arbeiten. Es gibt einen Hintergrundprozess, bei dem mich ehemalige Kolleg*innen heute manchmal noch anschreiben und Fragen stellen. Ich merke also, dass ich etwas Gutes getan habe, was auch heute noch hilfreich ist.

Was interessiert Dich am meisten aus dem Themengebiet der Informatik?

Ich glaube am interessantesten finde ich es, wenn man die theoretische Informatik der praktischen gegenüberstellt und guckt, wo es da Gemeinsamkeiten gibt und so plötzlich Hintergründe versteht. Es gibt zum Beispiel häufig fünf Wege, die zum Ziel führen und zunächst erst einmal alle gleich aussehen. Wenn man dann aber die Hintergründe dazu betrachtet, zeigt sich, dass ein Weg schneller ist als der andere.

Wo siehst Du Dich in zehn Jahren?

Ich würde gerne weiter entwickeln, weil mir das einfach unglaublich viel Spaß macht. Es ist total kreativ und man kann sich ein bisschen austoben. Ansonsten würde ich gerne mal eine Architektur designen, also überlegen, wie man eine Software so bauen kann, dass sie noch in 30 Jahren nutzbar ist. Heute ist es oft so, dass irgendwer nach fünf Jahren feststellt, dass eine Software nicht durchdacht ist und sie wegwirft. Ich sehe mich also irgendwie zwischen einem Designer und/oder einem Software-Entwickler.

Welche Bremer Food Location kannst Du wärmstens empfehlen?

Was auf jeden Fall sehr schick ist, ist das Schüttinger. Und was sich sehr gut für Studenten eignet ist das Enchilada an der Schlachte, das finde ich sehr lecker.

Was sollte man sich dort bestellen?

Im Enchilada würde ich vermutlich die Chicken Wings bestellen und im Schüttinger sind die Schnitzel richtig gut. Das Bierkutscher Schnitzel war das letzte Mal zum Beispiel sehr lecker.

Leonid

Veröffentlicht:

Hi, wie heißt Du?Leonid Kiritschenko
In welcher Stadt wohnst Du aktuell? Frankfurt am Main
Und wo bist Du geboren? Kasachstan
Das heißt, Du bist nur für Dein Studium nach Bremen gezogen?Ja, ich bin direkt nach dem Abi für das Studium nach Bremen gezogen
Wie alt bist Du? 28 Jahre
DSI, DMI oder beides? DSI
In welchem Semester befindest Du Dich? abgeschlossen
Bei welchem Unternehmen bist Du angestellt? Ich war bei Rheinmetall Electronics GmbH
Beschreibe Dich in drei Worten! Spontan, flexibel und faul

Wie bist Du auf den Studiengang aufmerksam geworden?

Das interessante ist, dass den DSI gar nicht ich gefunden habe, sondern meine Mutter. Sie hat das DSI über das Internet gefunden. Ich hatte mich zu der Zeit zwar auch auf duale Studiengänge beworben, aber im Bereich Mechatronik, da ich Physik als Leistungskurs hatte. Dann ist meine Mutter auf die offizielle Website des Dualen Studiengangs Informatik Bremen aufmerksam geworden und ich habe mich kurzerhand beworben. Die Webseite war echt sehr hilfreich, um sich über den Studiengang zu informieren.

Wusstest Du, worauf Du Dich einlässt?

Zum einen ja und zum anderen nein. Ich hatte mich schon während der Bewerbung informiert, z.B. ob mein Studium an der Uni oder der Hochschule sein wird, wo ich wohnen möchte und ich habe natürlich auch ein wenig zum Unternehmen recherchiert. Aber letztendlich hatte ich nicht wirklich einen großen Plan und bin das ganze spontan angegangen.

“Der Studiengang nimmt alle mit, auch die, die vielleicht noch Anfänger*in sind und bildet sie zum Profi aus.”

Welchen Tipp würdest Du Studienanfänger*innen des DSI geben?

Ich würde auf jeden Fall den Tipp geben, es einfach zu versuchen, auch wenn ihr nicht wirklich Programmiererfahrung habt. Ich würde dem dennoch eine Chance geben, weil der Studiengang alle, die vielleicht noch Anfänger*in sind, mitnimmt und zum Profi ausbildet. Wenn am Ende nichts daraus wird, dann hat man auf jeden Fall gute Erfahrungen gesammelt und wenn doch, dann hat man sich damit die besten Chancen im Leben geschaffen.

Was war Dein Lieblingsmodul oder Lieblingsinformatikthema?

Im letzten Semester gab es ein Modul, in dem wir eine Drohne programmiert haben zu fliegen. In einem zweiten Modul hatten wir das Thema iPhone-App-Entwicklung. Das war dann alles in den letzten Modulen, bei denen wir auswählen konnten, was wir machen wollen. Das war für mich sehr interessant, da wir hier wirklich mal Apps geschrieben haben, die man heutzutage überall sieht und wir damit experimentieren konnten.

“Durch die kleinen Gruppen war der Zusammenhalt der dualen Student*innen sehr groß.”

Was vermisst Du, wenn Du an Bremen zurückdenkst?

Ich vermisse die Atmosphäre die wir hatten, da wir wirklich eine kleine Gruppe waren und gut mit den Professor*innen kommunizieren konnten. Deshalb konnte man sich schlecht in den Vorlesungen verstecken und schlafen, was glaub ich von Vorteil war. (lacht) Durch die kleinen Gruppen war auch der Zusammenhalt der dualen Student*innen sehr groß. Alle haben gut miteinander kommuniziert und sich gegenseitig bei Aufgaben oder Klausurvorbereitung geholfen.

Welchen Hotspot in Bremen kannst Du Neulingen empfehlen?

Ich hatte mehr oder weniger einen persönlichen Hotspot und der ist nützlich für jeden, der sich überlegt, nach Bremen in ein Studentenwohnheim zu ziehen: das Studentenwohnheim Luisenthal. Das ist ziemlich groß mit rund 800 Leuten, die haben dort eine eigene Bar, die von Student*innen für Student*innen geführt wird und wo das Bier einen Euro kostet. So konnte ich super neue Leute kennenlernen. Eigentlich hatte ich dadurch zwei Familien. Einmal die Leute, mit denen ich studiert, die Klausuren bestanden und anschließend gefeiert habe. Und dann hatte ich die Student*innen, mit denen ich abseits noch etwas gemacht habe. So konnte ich mein Privat- und Arbeitsleben etwas trennen.

Wie sieht Dein üblicher Start in den Tag aus?

Normalerweise stehe ich um 5 Uhr morgens auf und gehe ins Fitnessstudio. Um 8 Uhr fängt der “Partnerinformation Call” an, so nennt sich das in unserer Firma, wenn unsere Abteilung mit allen Partnern telefoniert und man sich gemeinsam auf den neuesten Stand bringt. Um 12 Uhr ist Mittagspause, ab und zu wird dann ein bisschen Kicker gespielt. Mein Arbeitstag endet meist so gegen 18/19 Uhr. Nach der Arbeit folgt dann noch etwas Sport und abends geh ich gerne mal mit den Kollegen ins Kino.

Wofür würdest Du mitten in der Nacht aufstehen?

Ich glaub für zwei Dinge: Erstens für einen guten Freund und zweitens für ein Glas Wasser.

Antonia

Veröffentlicht:

Hi, wie heißt Du?Antonia Schwedhelm
In welcher Stadt wohnst Du aktuell? Bremen
Und wo bist Du geboren? Stralsund
Wie alt bist Du? 22 Jahre
DSI, DMI oder beides? DSI
In welchem Semester befindest Du Dich? Im 7. Semester
Bei welchem Unternehmen bist Du angestellt? Dataport
Beschreibe Dich in drei Worten! Zuverlässig, planungsorientiert, ordentlich

Was war früher Dein Lieblingsschulfach?

Auf jeden Fall Mathe, schon immer. Danach kamen Kunst und später dann Informatik dazu. Informatik gab es laut Stundenplan offiziell ab der fünften Klasse und bestand zunächst nur daraus, Texte abzutippen. Ab der neunten Klasse kamen dann inhaltliche Themen dazu. Und so wurden Mathe und Informatik schließlich meine Leistungsfächer.

Hat sich dies auf die Wahl Deines Studiums ausgewirkt?

Da ich ein recht kreativer Mensch bin und auch in der Musikschule war, hatte ich mich zunächst informiert, ob es da etwas in kreativer Richtung gibt. Nur kann man in dem Bereich nicht so gut Geld verdienen, mit Informatik bestehen da viel bessere Chancen. Der Job ist sicher und die Bezahlung nicht schlecht. Deswegen ging mein Berufswunsch schon recht schnell in die technische Richtung, einfach weil es zukunftssicher ist. Und ob nun die Fächer das Studium begünstigt haben oder andersrum… es hat sich am Ende wohl irgendwie gegenseitig begünstigt.

“Obwohl ich für das Studium von zu Hause weg musste, war das Angebot sofort Liebe auf den ersten Blick.”

Warum hast Du Dich für einen dualen Studiengang entschieden?

Das war mehr oder weniger Zufall. Es gab damals von der Schule aus das Angebot, eine Messe zu besuchen. Ich bin einfach hingefahren und habe mich umgeguckt und bin dort auf Dataport gestoßen, die als einziges Unternehmen einen dualen Informatik Studiengang angeboten haben. Ich habe mich schon vorher gefragt, wie das mit der Finanzierung des Studiums laufen soll und da kam mir ein duales Studium sehr entgegen! Und obwohl ich für das Studium von zu Hause weg musste, war das Angebot sofort Liebe auf den ersten Blick.

Welche Situation aus der Arbeit hat Dich zuletzt so richtig stolz gemacht?

Da kann ich spontan gar keine konkrete Situation nennen. Aber generell habe ich mich in der letzten Zeit bemüht, selbständiger zu werden. Mir war es wichtig, mehr Eigeninitiative zu zeigen und auf das Ergebnis bin ich momentan recht stolz. Ich habe mich zum Beispiel darum gekümmert, dass ich in einer Abteilung hospitiere. Oder ich habe mich für die Jugend- und Auszubildendenvertretung engagiert und ich kümmere mich darum, dass Termine wie die Auszubildendenversammlung organisiert werden. Ich versuche so einen größeren Beitrag zu leisten, weil ich vorher das Gefühl hatte, dass ich mehr leisten könnte. Ich wollte meine Energie gerne positiv einsetzen.

Was würdest Du einem Neuling für seinen/ihren ersten Tag in eurem Unternehmen empfehlen?

Offen auf die Leute zugehen und keine Angst haben! Ganz viele haben anfangs Scheuklappen auf und trauen sich nicht, aber wir sind alle nett und hilfsbereit. Wir mussten zum Beispiel an unserem ersten Tag unseren kompletten Arbeitsplatz selbstständig aufbauen, den Computer hinstellen und vernetzen und da hatte auch ich natürlich Angst, etwas verkehrt zu machen oder einen falschen Eindruck zu vermitteln. Nach dem Motto “die kann nicht mal ihren eigenen Computer aufbauen”. Aber die älteren Jahrgänge waren sehr nett und haben einen schnell integriert.

Was hat Dich an Bremen am meisten überrascht?

Es war für mich eine große Umstellung vom Dorf aus Mecklenburg-Vorpommern in eine Großstadt wie Bremen zu ziehen. Die vielen Menschen, waren echt eine Umstellung und ich hatte eigentlich gedacht, dass es offener und kontaktfreudiger zugeht. Dass das nicht unbedingt so ist, war eine interessante Feststellung für mich. Aber ich hätte nicht gedacht, dass ich mich nach einem Jahr in Bremen so wohl fühle.

Welches Bremer Viertel gefällt Dir am besten und wieso?

Vor einem Jahr bin ich nach Schwachhausen gezogen und fühle mich da pudelwohl. Eine schöne und ruhige Gegend. Ich fühle mich ein bisschen wie eine alte Oma, alles ist ruhig. Aber es ist angenehm.

Auf was könntest Du in Deinem Leben nicht verzichten?

Auf das Internet. (lacht)  Es fängt ja mit den Hausaufgaben an, wenn man im Netz etwas recherchiert. In der Freizeit nutzt man es sowieso. Ohne Internet würde mir viel zu viel fehlen. Ich glaube, ich war während meines gesamten Studiums kein einziges Mal in der Bibliothek. Das ist vielleicht auch dem Studiengang geschuldet, weil sich halt alles am Computer und im Netz abspielt.

“Für die Frauen: Auf keinen Fall davon abschrecken lassen, dass wir im Studium in der Minderheit sind.”

Was kannst Du jemandem empfehlen, der sich für den Studiengang interessiert?

Man sollte schon sehen, dass man Verständnis für das Thema mitbringt, aber man muss nicht bereits vorher alles wissen. Und für die Frauen: Auf keinen Fall davon abschrecken lassen, dass wir in der Minderheit sind. Die männlichen Kollegen haben meist mehr Angst vor einem selbst als anders herum. (lacht) Und man sollte sich nicht so schnell unterkriegen lassen. Es kommen immer wieder Rückschläge, aber das gehört dazu.

Kilian

Veröffentlicht:

Hi, wie heißt Du?Kilian Schröder
In welcher Stadt wohnst Du aktuell? Bremen
Und wo bist Du geboren? Bremen
Wie alt bist Du? 19 Jahre
DSI, DMI oder beides? DSI. Ich werde später aber auf jeden Fall den Master machen, denn ich habe den Vorteil, dass meine Firma das voll und ganz unterstützt. Bei uns wird jedem, der das DSI gemacht hat, angeboten, das DMI zu machen.
In welchem Semester befindest Du Dich? Jetzt bin ich im dritten Semester
Bei welchem Unternehmen bist Du angestellt? Commerzbank AG
Beschreibe Dich in drei Worten! Oh Gott ist das schwierig. Redefreudig, ich kann immer gut quatschen; interessiert, eigentlich an allem und ausgeschlafen, ich bin immer wach.

Auf was könntest Du in Deinem Leben nicht verzichten?

Ich würde sagen auf gutes Essen, das ist mir schon ziemlich wichtig. Ich koche selber auch viel, vor allem Thailändisch.

“Die Superkraft die ich gerne hätte wäre wahrscheinlich Gedankenlesen.”

Wenn Du einen Tag lang eine Superkraft hättest, welche wäre das und für was würdest Du sie verwenden?

Die Superkraft, die ich gerne hätte, wäre wahrscheinlich Gedankenlesen. Auch wenn diese Superkraft definitiv Vor- und Nachteile hat. Mit dieser Superkraft würde ich gerne herausfinden wollen, ob Leute wirklich ehrlich sind. Es wäre einfach interessant, die Leute auch anders verstehen zu können. Je nachdem, wie sich die Situation ergibt, wäre es auch interessant, Personen in den Kopf zu schauen, die man sonst nicht zu Gesicht bekommt – zum Beispiel Politiker*innen.

Warum hast Du Dich für einen dualen Studiengang entschieden?

Vermutlich, weil ich nur Positives über duale Studiengänge gehört habe. Natürlich wird dir auch gesagt, dass diese Art zu studieren extrem anstrengend ist. Doch ich glaube, der entscheidende Vorteil ist, dass ich mitbekomme, wie die Theorie praktisch angewendet wird oder eben auch nicht. Je nachdem. Außerdem nehme ich dadurch ein paar Dinge in der Hochschule anders wahr.

“Zur Auswahl fürs Studium standen Informatik, Wirtschaftsinformatik oder Technomathematik. Alles drei ist für die meisten Leute gleich schlimm.”

Welche Studiengänge oder Ausbildungen standen für Dich noch zu Wahl?

Das ist relativ einfach. Zur Auswahl standen Informatik, Wirtschaftsinformatik oder Technomathematik. Alles drei ist für die meisten Leute gleich schlimm. Mit was anderem habe ich mich nicht beschäftigt. Mein Interesse an Informatik hat sich bereits in der Schule entwickelt und deshalb war mir klar, dass ich das irgendwann machen will. In der achten und neunten Klasse konnte ich am Informatikunterricht und dadurch auch an “Jugend forscht” teilnehmen. Später habe ich noch mein Schulpraktikum in einer Softwareentwicklungsfirma in Bremen gemacht. Nebenbei hat mir mein Kumpel, der eine Ausbildung zum Fachinformatiker gemacht hat, eine Menge beigebracht.

Wie vereinbarst Du die Arbeit und Freizeit miteinander?

Ich ziehe eine klare Grenze und frage mich, wie viel ich machen muss und wie viel ich machen will. Für mich steht zum Beispiel fest, dass ich immer zum Fußballtraining gehe, egal was ist. Dann lass ich lieber mal den Stift fallen. Ansonsten empfinde ich es als etwas anstrengend, dass man nicht wie die anderen Studenten normale Semesterferien hat. Aufgrund des DSI-Systems, arbeitet man hauptsächlich in der studienfreien Zeit. Während andere Student*innen zwei Monate frei haben, muss ich gucken, dass ich mir Urlaub nehme. Statt spontaner Ausflüge muss ich meinen Urlaub gut planen und auch nutzen. Letztens bin ich zum Beispiel nach Paris gefahren. In der Uni-Zeit fühle ich mich jedoch wie ein normaler Student.

Was würdest Du einem Neuling für seinen/ihren ersten Tag in eurem Unternehmen empfehlen?

Wenn man die Kaffeekanne leer gemacht hat, muss man neuen kochen. Das ist wichtig. Sonst kann man direkt nach Hause gehen. (lacht)  Am wichtigsten ist es, offen zu sein und auf die Leute zuzugehen. In der Informatik wird schon das ein oder andere Klischee erfüllt, dass die Leute eher introvertiert sind. Aber da darf man sich nicht von abschrecken lassen. Die Angst, auf die Leute zuzugehen, hat jede*r, vor allem wenn man neu ist. Wenn man die Leute anspricht sind aber alle nett und hilfsbereit.

Was gefällt Dir besonders gut in oder an Bremen?

Freizeitbedingt würde ich spontan das Viertel nennen. Man kann sich dort gut mit Freunden treffen und abends in eine Kneipe gehen. Dort ist immer etwas los. Bisher hab ich im Viertel nur gute Abende erlebt. Das Viertel geht einfach immer.

Und auf welche Veranstaltung sollte ein Bremer Neuling auf jeden Fall gehen?

Ein Werder Heimspiel. Nicht unbedingt wegen des Fußballs. Mal ganz abgesehen davon, dass Werder im Moment nicht so gut dasteht. Sondern, um durch Bremen zu laufen und zu sehen, wie die ganze Stadt davon lebt und an dem Tag auch ein bisschen anders tickt. Das ist schon beeindruckend. Wenn Freunde das erleben, die nicht aus Bremen kommen, finden die die Atmosphäre auch sehr cool. Das Stadion liegt ja mitten in der Stadt. Das ist schon spannend, wenn man Fußball nicht gerade hasst.

Du bist also ein echter Fan. Was war denn bisher Dein schönstes Erlebnis mit Werder Bremen?

Eines meiner schönsten Erlebnisse mit Werder war, als die Mannschaft 2003/2004 Meister geworden ist. Da hat mich mein Vater abends mit zum Flughafen genommen. Ich war gerade mal sechs Jahre alt und kann mich noch genau erinnern, wie cool es war das mitzuerleben.

Daniel

Veröffentlicht:

Hi, wie heißt Du?Daniel Langerenken
In welcher Stadt wohnst Du aktuell? San Francisco, USA
Und wo bist Du geboren? Oldenburg, Niedersachsen
Das heißt, Du bist nur für Dein Studium nach Bremen gezogen?Ja. Mein Arbeitgeber hat mir ausdrücklich empfohlen, für das Studium nach Bremen zu ziehen. Das war im Nachhinein auch definitiv die beste Entscheidung.
Wie alt bist Du? 26 Jahre
DSI, DMI oder beides? DSI
In welchem Semester befindest Du Dich? Ich habe vor wenigen Monaten meinen Master in Software Engineering abgeschlossen. Mein Duales Studium Informatik in Bremen habe ich nach 6 Semestern im Juli 2013 abgeschlossen.
Bei welchem Unternehmen bist Du angestellt? HEC GmbH
Beschreibe Dich in drei Worten! Wanderlustig, Klassenclown und Glückspilz

Was war früher Dein Lieblingsschulfach?

Um ehrlich zu sein: Sport, gefolgt von Mathematik, denn Informatik wurde nicht angeboten.

“Die Entscheidung, was ich studieren werde, habe ich wohl mit meinem ersten selbst zusammengebauten Computer gefällt. Da war ich 14 Jahre alt”

Hat sich dies auf die Wahl Deines Studiums ausgewirkt?

Nein. Die Entscheidung, was ich studieren werde, habe ich wohl mit meinem ersten selbst zusammengebauten Computer gefällt. Da war ich 14 Jahre alt.

Was hat Dich von allem am meisten am dualen Studium überrascht?

Am meisten überrascht hat mich die Nähe zu den Professor*innen und Lektor*innen an der Universität, zu denen ich teilweise immer noch in Kontakt stehe!

Welchen Tipp hast Du für Studienanfänger*innen für die Kombination von Berufsalltag, Uni und Berufsschule?

Ich empfehle es, nach Bremen zu ziehen. Der Stress ist gerade zu Beginn des dualen Studiums sehr hoch. Pendeln macht das ganze deutlich schwieriger. Außerdem ist es einfacher, mit Studienkollegen den Tag am Abend ausklingen zu lassen, und es ist schlicht ein ganz neues Gefühl, nicht mehr zu Hause zu wohnen.

Welche mathematische Formel lässt Dich nicht mehr los?

In meiner ersten Matheprüfung habe ich eine Aufgabe lösen müssen und habe die Worte „Diophantische Gleichung“ in den Raum geworfen – die habe ich am Vortag im Internet gelesen was den Professor sehr beeindruckt hat. (lacht)

Was vermisst Du wenn Du an Bremen zurückdenkst?

Meine Freunde, die ich während des Studiums kennengelernt habe und mit denen ich täglich gescherzt habe.

Hast Du damals in einer WG oder allein gewohnt?

In den ersten zwei Jahren habe ich mit einer Schulfreundin in einer WG gewohnt. Für das dritte Jahr bin ich in eine WG mit zwei Mitbewohnerinnen gezogen.

“Ich wünschte, ich könnte alle Sprachen sprechen.”

Wenn Du drei Wünsche frei hättest, welche wären das?

Ich wünschte, ich könnte alle Sprachen sprechen, keine Programmiersprachen, aber zum Beispiel Spanisch, Französisch, Italienisch und so weiter oder Reisen bis zum Ende des Lebens, ohne sich Gedanken über die Kosten machen zu müssen. Zeitreisen wäre auch noch ein Wunsch. (lacht)

Marcel & Thomas

Veröffentlicht: 1. Oktober 2020

Hi, wie heißt ihr? Marcel Schäfer (rechts im Bild) und Thomas Warkentin
In welcher Stadt wohnt ihr aktuell? Beide in Bremen
Und wo seid ihr geboren?Marcel in Düsseldorf und Thomas in Bremerhaven
Das heißt, ihr seid nur für das Studium nach Bremen gezogen?Genau
Wie alt seid ihr? Marcel ist 23 Jahre und Thomas 21 Jahre alt
DSI, DMI oder beides? Beide DSI an der Hochschule
Seit wann seid ihr mit dem DSI fertig? Beide im 7. Semester
Bei welchem Unternehmen wart ihr während des Studiums angestellt? Beide bei der abat AG
Beschreibt euch in drei Worten! Marcel: sportlich, kommunikativ und freundlich
Thomas: groß (lacht), humorvoll und freundlich

Wie sieht euer üblicher Start in den Tag aus?

Marcel: Ich zwinge mich morgens erst einmal aufzustehen, dann mache ich mich fertig und danach frühstücke ich. Und je nachdem: Entweder fahre ich dann mit dem Auto zur Arbeit oder mit dem Zug in die Hochschule.
Thomas: Ich stehe, wenn ich zur Arbeit muss, theoretisch um 8:00 Uhr auf. Meist wird es aber 8:30 Uhr, denn ich brauche zur Arbeit lediglich zehn Minuten. Ich frühstücke immer auf der Arbeit und mache mich deshalb nur schnell fertig. Zur Hochschule brauche ich etwas länger, eine halbe Stunde zirka, also je nachdem wann es losgeht, stehe ich früher auf.

Was interessiert euch am meisten aus dem Themengebiet der Informatik?

Marcel: Mich persönlich interessiert am meisten die Entwicklung in der Informatik in Bezug auf die Programmiersprachen, wobei wir durch das technische Studium auch einen großen Technikanteil haben.
Thomas: Da muss ich Marcel zustimmen. Wir sind beide auch Entwickler und das gefällt mir, das wollt ich schon immer machen, deshalb würd ich auch die Entwicklung sagen.

Welche Studiengänge oder Ausbildungen standen für euch noch zur Wahl?

Marcel: Ich war ziemlich festgelegt auf Informatik. Aber es gab ja verschiedene Studiengänge zur Auswahl, zum Beispiel Wirtschaftsinformatik, Medieninformatik oder Technische Informatik. Mich hätte grundsätzlich auch Medieninformatik interessiert, aber ich wollte später beruflich keine Spiele entwickeln oder sowas in der Richtung machen, deshalb hab ich mich doch für diesen Studiengang entschieden.
Thomas: Ich wollte schon seit dem ich ein kleiner Junge war etwas mit Computern machen. Während des Abiturs hatte ich Informatik als Leistungskurs belegt und da hat sich dann noch mehr herauskristallisiert, dass ich Informatik studieren will. Eine Ausbildung allein kam für mich nicht infrage. Ich wollt schon immer studieren und da ist das duale Studium ja perfekt.

Thomas, bei Dir konnte man Informatik als Leistungskurs belegen?

Thomas: Ja in Bremerhaven in der Oberstufe des Schulzentrums Carl von Ossietzyk.
Marcel: Ich konnte Informatik leider nur als Grundkurs in der Schule belegen, sonst hätte ich damals auch den Leistungskurs gewählt.

“Der Vorteil am dualen Studium ist, dass man schon in seinem Beruf arbeitet und Geld verdient.” (Thomas)

Seid ihr mit eurer Studienwahl zufrieden?

Marcel: Am Anfang standen relativ viele Mathemodule auf dem Plan, insgesamt gibt es drei davon während des Studiums und ich war nie so der Mathematikfan. Inzwischen bin ich im siebten Semester, in dem wir auch viele Wahlpflichtmodule haben und wo man sich viel aussuchen kann, das gefällt mir. Jetzt, wo ich die anstrengenden Module hinter mir habe, bin ich sehr zufrieden mit dem Studium. (lacht)
Thomas: Ich bin auch sehr zufrieden mit meiner Entscheidung, vor allem, weil ich Praxis und Theorie verbinden kann, das haben andere Studenten nicht. Und der Vorteil ist, dass man schon in seinem Beruf arbeitet und Geld verdient. Ansonsten könnte ich es mir zum Beispiel nicht leisten, in Bremen zu wohnen. Es ist einfach eine super Möglichkeit.

Welchen Tipp würdet ihr Studienanfänger*innen des DSI geben?

Thomas: Also man muss motiviert sein und Spaß an der Arbeit haben. Wenn man keinen Spaß dabei hat, dann bringt es auch nichts, sich zur Uni oder zur Arbeit zu schleppen. Ich glaube, wenn die Uni und der Beruf Spaß machen, dann ist man automatisch motiviert.
Marcel: Ich würde den Tipp geben, dass man verstärkt in die Kommunikation mit Kommiliton*innen treten sollte und zum Beispiel Rücksprache zu anstehenden Aufgaben oder so hält, denn dann vergisst man wichtige Daten nicht. Man bekommt so auch verschiedene Perspektiven.
Thomas: Ja stimmt. Oder man fragt ältere Kommiliton*innen, denn die hatten die Module meistens schon und können helfen. Das ist im dualen Studium sehr gut, da es im Betrieb ja mehrere Jahrgänge von Student*innen gibt, die sich dann gut gegenseitig helfen können.

“Das längste Fachwort aus dem Studium? Operationsverstärkungsschaltung.” (Marcel)

Nennt das längste Fachwort, das ihr aus eurem Studium kennt?

Marcel: Operationsverstärkungsschaltung.
Thomas: Klingt gut.

Gibt es einen Informatiker-Hot-Spot in Bremen, von dem man wissen müsste?

Marcel: Also da fällt mir spontan der Kaminabend* ein (lacht). Das ist ehrlich ein tolles Event, bei dem man auch mal mit seinen Kommiliton*innen von der Uni zusammenkommt. Wir sind ja von der Hochschule, und beim Kaminabend trifft man auch Studierende von der Uni und kann sich darüber austauschen, wie die ihr duales Studium erleben oder sich in ihrer Firma fühlen.
Thomas: Genau, oder was es generell so für Unterschiede zwischen Uni und Hochschule gibt.
Marcel: Gesprächsstoff hat man auf jeden Fall immer, wenn man dasselbe studiert.

*der Kaminabend wird von der DSI-Agentur organisiert und findet einmal jährlich (meistens im April oder Mai) für die mittleren Jahrgänge im Rahmen des DSI-Studiums statt.

Welche Veranstaltung in Bremen sollte niemand verpassen?

Thomas: Es gibt jetzt keine direkte Veranstaltung, die ich nennen kann, aber ins Viertel kann man gut gehen, da ist immer was los.
Marcel: Ja, das Viertel ist wirklich beliebt bei den Student*innen, weil es dort viele Kneipen gibt, die man so nicht in der Innenstadt findet.
Thomas: Oder die Uni-Nacht – das ist auch ein super Event, um Leute kennenzulernen wenn man neu in Bremen ist.
Marcel: Und die Hochschule veranstaltet auch ab und zu Events.