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Duales Masterprogramm Informatik verabschiedet ersten Absolventen

Duales Masterprogramm Informatik verabschiedet ersten Absolventen

Veröffentlicht: 6. Oktober 2014

Um mehr Fachkräfte zu gewinnen, haben sich Bremer Unternehmen und Hochschulen 2005 zusammengeschlossen und das Duale Studium Informatik (DSI) gegründet. Auf Basis des Erfolgs wurde ein weiteres Projekt realisiert, die Konzeption eines Dualen Masterprogramms Informatik.

Bei der Verabschiedung der diesjährigen Absolventinnen und Absolventen des Dualen Studiums Informatik im Bremer Haus der Wissenschaft konnte nun erstmals auch ein Absolvent des Masterprogramms seine Urkunde entgegennehmen.

Mit dem Dualen Studium Informatik haben die teilnehmenden Unternehmen gute Erfahrungen gemacht. Mittlerweile gibt es jedes Jahr 30 neue Studierende. Nach einer dreijährigen Anschubfinanzierung des Modellprojekts mit Fördermitteln des Bundes trägt sich die Organisation rund um das duale Studium selbst.

Als Träger agiert ein Förderverein, den der Branchenverband bremen digitalmedia 2009 gegründet hat. Er wickelt als neutrale Stelle die finanzielle Seite ab. Beteiligte Bildungseinrichtungen für das Duale Masterprogramm Informatik sind die Universität Bremen und die Hochschule Bremen. Für das Duale Studium Informatik kommt das Schulzentrum Utbremen (Berufsschule) als Akteur hinzu.

Zurzeit suchen Ausbildungsbetriebe wieder Bewerber*innen für das kommende Jahr, auch neue Unternehmen werden aufgenommen. Interessant sind die DSI-ler*innen nach Angaben der Initiatoren sowohl für kleine als auch größere Betriebe.

Visualisierungstraining und Flipchartgestaltung

Veröffentlicht: 9. Oktober 2019

Inhalt


In der eintägigen Veranstaltung erlernt Ihr die grundlegenden Techniken und Methoden, um Meetings und Besprechungen visuell zu unterstützen.

Mithilfe der fliplance® Flipchartmethode könnt Ihr andere für Eure Inhalte begeistern und Informationen auf den Punkt gebracht vermitteln. Diese Visualisierungsmethode lässt sich zum Beispiel mit Piktogrammen und dynamische Layouts ebenso für die Gestaltung von Bild-Mitschriften, sogenannten Sketchnotes nutzen und sind auf Whiteboard, Tafelbild und Beamer-Präsentationen übertragbar.

Termin

Fr. 22.11.2019  9:00 bis ca. 18:00 Uhr

Ort

Digilab Brennerei 4.0, Alte Schnapsfabrik, Osterstraße 28-29, 28199 Bremen

Preis

Der Kurs ist für die gemeldeten DMI-ler*innen kostenfrei.

Anmeldung

Eine verbindliche Anmeldung bis zum 30.10.2019 ist zwingend erforderlich. Bitte sendet diese via E-Mail an info@bremen-digitalmedia.de.

Unternehmen

Ob Coaching, Training, Seminar, Schulung oder Fortbildung – fliplance® bietet passende Trainingsformate für professionelle Flipchartgestaltung. Trainings und Seminare in Flipchartgestaltung sind in eurem Bremer Büro oder deutschlandweit in den Unternehmen möglich. Es wird in Kleingruppen bis 6 Personen, in Großgruppen bis 18 Personen oder im Rahmen eines Flipchartcoachings für eine Person gerabeitet.

Dozentin

Janine Lancker

Kontakt

Fragen rund um die Organisation beantwortet euch Eva Koball, Förderverein bremen digitalmedia, 0421 – 16 10 0535

Product Owner Seminar mit optionaler Zertifizierung

Veröffentlicht: 4. September 2019

Inhalt

“Jetzt läuft hier Scrum” – diese Ansage vom Management stößt die gelernte Projektarbeit um und fordert ganz neue Ansatzpunkte. Aus einstigen Projektleiter*innen werden im Handstreich Product Owner – ohne konkrete Definition dieser Rolle. Mitunter gibt es noch nicht einmal ein gemeinsames Verständnis von Agilität. Alternativ wird schon in Scrum-Teams gearbeitet, aber die Entwickler*innen oder Tester*innen sind frustriert über misslungenes Anforderungsmanagement und die Rolle des Product Owners. Wie begegnet man diesen Reibungspunkten? Wie kann man das Anforderungsmanagement im Team verbessern, und wie kann man u.U. eine Rollenänderung anstreben? Diese und noch viel mehr Fragen zur wichtigen Rolle des Product Owners werden in diesem Workshop bearbeitet.

Termine

Fr. 13.03.2019 09:00 bis ca. 17:00 Uhr
Sa. 14.03.2019 09:00 bis ca. 17:00 Uhr

Ort

HEC GmbH, Konsul-Smidt-Straße 20, 28217 Bremen

Preis

Der Kurs ist für die gemeldeten DMI-ler*innen kostenfrei.

Eine anschließende Zertifizierung ist jederzeit online möglich, diese findet nicht im Rahmen des Profilkurses statt, zzgl. anfallender Kosten.

Anmeldung

Eine verbindliche Anmeldung bis zum 20.02.2020 ist zwingend erforderlich. Bitte sendet diese sie via E-Mail an info@bremen-digitalmedia.de

Dozenten

Roman Schmidt ist seit 2016 bei der HEC GmbH und  arbeitet seitdem durchgehend als Anforderungsmanager in agilen und nicht so agilen Softwareprojekten. Darüber hinaus unterstützt er Product Owner dabei, coole Produkte zu entwickeln und ist als Trainer auf Schulungen und Workshops bei Kunden des Verbunds team neusta sowie an der Hochschule Bremen unterwegs. Roman liebt minimalistische Lösungen und Kampfsport und weiß beides im Projektalltag einzusetzen.

André Lippolt ist seit 2018 bei der HEC GmbH und arbeitet als Anforderungsmanager und Agiler Berater. Genauso wie Roman kümmert er sich darum, dass aus Ideen brauchbare Anforderungen werden. Zudem ist André bei Kunden und hilft dort mit Mentoring oder Coaching den Product Ownern und Scrum Mastern sich und ihre Teams weiter zu entwickeln. Vor seinem Wechsel zur HEC war André einige Jahre im Konzernumfeld tätig und hat dort einige Erfahrungen darin gesammelt, wie man mit agilen Projekten in einem nicht agilen Umfeld „überleben“ kann.

Kontakt

Fragen rund um die Organisation beantwortet euch Eva Koball, Förderverein bremen digitalmedia, 0421 – 16 10 0535

Für die Ohren: Was macht Arbeitgeber attraktiv?

Veröffentlicht: 20. Oktober 2014

Oktober 17, 2014. Die Gewinnung und Bindung exzellenter, engagierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist beim DMI-Unternehmen encoway Aufgabe des Managements und wichtige Grundlage des Unternehmenserfolges.

Zum Thema “Recruiting im Mittelstand – Best Practice aus Bremen” wurde Christoph Ranze, Geschäftsführer der encoway GmbH vor kurzem vom Management Radio interviewt. Moderator Ulrich Hinsen ging im Gespräch unter anderem der Frage nach, was Unternehmen besonders reizvoll für potentielle Mitarbeiter*innen macht. Die seit Jahren praktizierte Mitarbeiter*innen-Gewinnung bei encoway macht deutlich, wie es gehen kann. Christoph Ranze spricht über erfüllende Aufgaben, eine authentische Unternehmenskultur und praktizierte Teilhabe an der Unternehmensentwicklung. Und darüber, was es bedeutet, gerne zur Arbeit zu gehen und gerne von der Arbeit zu sprechen. Hören Sie mal rein:

Radio-Podcast: “Recruiting im Mittelstand | Best Practice aus dem Norden”

Das Management Radio ist ein Audio-Journal, das seinen Hörer*innen kostenfrei “Management für die Ohren” bietet. Auf den Kanälen des Journals finden sich laufend neue Interviews, Berichte und Reportagen mit spannenden Inhalten und Menschen, “die etwas zu sagen haben”.

Philip

Veröffentlicht: 1. Oktober 2020

Hi, wie heißt Du?Philip Phu Nguyen Dang Hoan
In welcher Stadt wohnst Du aktuell? Bremen
Und wo bist Du geboren? Aus dem Küstenstädtchen Norden in Niedersachsen
Das heißt, Du bist nur für Dein Studium nach Bremen gezogen?Ja
Wie alt bist Du? 30 Jahre
DSI, DMI oder beides? Beides
In welchem Semester befindest Du Dich? Ja, ich bin dieses Jahr mit dem DMI fertig geworden
Bei welchem Unternehmen bist Du angestellt? CONTACT Software GmbH
Beschreibe Dich in drei Worten! Offen, spontan, kritisch

Es gibt ja ein recht weites Spektrum an Studiengängen. Wusstest Du direkt, in welchen dieser Bereiche Du einsteigen möchtest oder warst Du zwischen verschiedenen hin- und hergerissen?

Tatsächlich gab es bei mir ein weites Spektrum an potentiellen Studiengängen. Ich wollte immer etwas mit Technik machen, da ich früher viel und gerne an elektronischen Geräten wie zum Beispiel an Computern gebastelt habe. Auch in der Schule war ich eher an Naturwissenschaften interessiert und hatte vor allem schon lange diese Faszination für neue Technologien und elektronische Sachen. Das ging zwar nicht direkt in die Informatik-Schiene, sondern eher in Richtung Elektrotechnik oder Bionik, aber leider war zum Beispiel der letzte Studiengang für mich wegen der hohen Anforderungen außer Reichweite. Informatik ist es letztendlich wegen des Angebots eines dualen Studiums geworden.

„Ich habe einfach nach ‘Duales Studium Informatik’ bei Google gesucht und bin auf die Homepage des DSI gestoßen.“

Wie bist Du auf den Studiengang aufmerksam geworden?

Zu der Zeit (2008) war dieses Buzz-word “duales Studium” ziemlich im Kommen und mein Nachbar hatte mir empfohlen, dual zu studieren, einfach der Praxiserfahrungs halber. Dann habe ich nach “Duales Studium Informatik” bei Google gesucht und bin auf die Homepage des DSI gestoßen. Dass es nach der Bewerbungsphase schließlich Bremen geworden ist, fand ich wirklich angenehm. Einfach aufgrund der Nähe zu meiner Familie und meiner Heimat (Ostfriesland, Hamburg). Das ist natürlich der klassische Weg, also über das Internet. Nicht so wie bei einem Kommilitonen von mir, wo die Mutter den “Sohnemann” mehr oder minder einfach dorthin gedrängt hat. (lacht)

Was hättest Du gerne vor dem Studium gewusst?

Dass, wenn man den Master macht, die Bachelornote im Anschluss gar nicht unbedingt mehr so relevant ist. Dann hätte man sich da nämlich doch etwas mehr zurücklehnen können… (lacht) Aber wenn ich zurückdenke, bereue ich jetzt nicht die Art und Weise, wie ich mein Studium durchgezogen habe.

Was ist Dein liebstes Thema beim Mittagsplausch?

…die Arbeit? (lacht) Also tatsächlich reden wir Kolleg*innen hier in unserem Umfeld am meisten über unsere Arbeit. Viele sagen zwar, das sollte gar nicht Hauptthema sein, aber es passiert immer ganz automatisch. Es ist jedoch wie so eine Art Ventil im positiven und negativen Sinne. Mit meinem engen Kreis hier wird außerhalb dieses Themas natürlich auch immer hitzig diskutiert, welche Feierabendbier-Kneipe es denn heute wird.

Welche Situation aus der Arbeit hat Dich mal so richtig stolz gemacht?

Ich könnte aus meiner Azudenten-Zeit etwas berichten, das war ein Projekt beim Bau des Gotthard-Tunnels in den Alpen. Der Kunde dort hatten quasi “Not am Mann” für eine Projektmanagement-Lösung unter anderem für die Kalkulation der Streckenabschnitte. CONTACT Software hat das Projekt angenommen und wir Studis waren auch mit eingebunden, was natürlich aufregend war bei so einem Millionenprojekt. Letztlich konnte der Tunnel sogar sechs Monate früher fertiggestellt werden. Das war toll! Es sind eben nicht nur die kleinen Projekte, bei denen man mitwirken konnte.

Gibt es einen Informatiker-Hotspot in Bremen, von dem man wissen muss?

…ihr meint einen “place to be”? Ich persönlich bin dort ja gar nicht SO nerdy unterwegs (lacht), aber es gibt den Hackerspace, wo sich viele Informatiker*innen und Bastler*innen treffen und ihre Projekte starten. Ich habe mir dort auch mal Hilfe besorgt und fand es eigentlich sehr interessant. Ansonsten gibt es für Webentwickler*innen noch Webmontage, wo viele von meinen Kolleg*innen etwas in Richtung Web machen. Und was aktuell natürlich sehr beliebt ist, sind die Hackathons, bei denen ich auch Freunde in der Organisation kenne.

Auf welche Veranstaltung sollte ein Bremer Neuling auf jeden Fall gehen?

Was mir dazu einfällt: “Eat the world”! Das ist so eine Art Stadtführung, bei der man fünf bis sechs Restaurants oder Cafés besucht und dann in jedem Laden etwas zu Essen oder zu Trinken bekommt. Die Guides sind echt gut und haben interessante Facts im petto. Das Angebot gibt es im Viertel und in der Innenstadt und lohnt sich natürlich für den Gaumen, aber auch für das Kennenlernen der Stadt.

„Mein Traum Smartphone? Das hätte eine Zeit-Umkehr-Maschine.“

Welche Funktion hätte Dein Traum-Smartphone?

…muss das realistisch sein? (lacht) Also am liebsten hätte ich eine Zeit-Umkehr-Maschine. Ganz einfach, weil man damit ALLES regeln könnte.

Auf was könntest Du in Deinem Leben nicht verzichten?

Ganz einfach: Meine besten Freunde und die Familie. Abgesehen davon aber auch den Bezug zu Instrumenten. Ich habe in meinem ganzen Leben immer verschiedene Instrumente gespielt und bin nie bei einem hängengeblieben. Aktuell tobe ich mich viel auf meinem Klavier aus, ich habe aber auch mal Gitarre, Keyboard oder sogar Orgel gespielt. Ich mag einfach dieses Gefühl von Instrumenten in meiner Hand, das brauche ich so ein bisschen zum Abschalten.

Hendrik

Veröffentlicht:

Hi, wie heißt Du?Henrik Voß
In welcher Stadt wohnst Du aktuell? Bremen
Und wo bist Du geboren? Lengerich, Nordrhein Westfahlen
Das heißt, Du bist nur für Dein Studium nach Bremen gezogen?Ja
Wie alt bist Du? 29 Jahre
DSI, DMI oder beides? DSI
In welchem Semester befindest Du Dich? Ja, seit 2012
Bei welchem Unternehmen bist Du angestellt? Commerzbank AG
Beschreibe Dich in drei Worten! Perfektionistisch, ein Macher, analytisch

Wie bist Du zum Dualen Studium Informatik gekommen?

Ich habe früher schon sehr viel mit Informatik gemacht. Eine Freundin von mir, die in der gleichen Informatikklasse war, hat dann ein duales Studium begonnen. Ich hatte mich noch nicht orientiert und wusste nicht so recht, was ich machen soll. Ich komme aus keiner Akademiker-Familie, deswegen war das für mich alles nicht so klar. Die Freundin hat mich dann auf die Idee gebracht und ich dachte mir “ja warum eigentlich nicht”? (lacht) Somit hab ich schließlich nach einem dualen Studium im Bereich Informatik gesucht und bin auf der Homepage des DSI gelandet. Damals gab es da acht Firmen, ich hab drei Bewerbungen geschrieben und wurde bei einer Firma genommen, da hab ich dann zugeschlagen. (lacht)

Wenn Du sagst, Du hast vorher schon viel mit Informatik gemacht, hattest Du das Fach in der Oberstufe?

Ja genau, ich war zuerst auf der Realschule und da konnte man ab der 8. oder 9. Klasse ein Wahlpflichtfach wählen: Physik, Informatik, Bio oder eben Informatik. Im Anschluss hab ich das Fachabitur gemacht und dort gab es eine Laptop-Klasse. (lacht) Und wie man dann in der 10. Klasse so ist, war das natürlich sehr interessant, denn da konnte man zocken und noch andere coole Dinge machen. Danach bin ich nach Rheine gegangen und habe eine schulische Ausbildung als Informationstechnischer Assistent (ITA) gemacht. Anschließend hab ich mich hier bei der Commerzbank beworben und bin da jetzt festangestellt.

Welchen Beruf haben sich Deine Eltern für Dich vorgestellt?

Eigentlich konnte ich immer machen was ich wollte, aber es war ziemlich schnell klar, dass ich etwas mit Informatik machen werde. Das lag vor allem daran, dass mein Vater auch sehr informatikaffin ist. Er ist zwar kein Informatiker, aber er war immer sehr interessiert. Deswegen war Informatik sehr früh ein Thema bei mir.

“Mein Lieblingsmodul während des Studiums war Technische Informatik, denn da hatte ich ein Aha-Erlebnis.“

Was war während des DSI Dein Lieblingsmodul, oder Lieblingsinformatikthema?

Technische Informatik, denn da hatte ich ein Aha-Erlebnis. Wir haben mit solchen Laborsteckkästen einen Computer nachgebaut. Diese Teile, in die man Kabel reinstecken kann, bestimmte Bausteine drauf liegen und mit denen man etwas zusammenstellen kann. Als der dann im Groben wie ein echter Computer funktioniert hat, waren wir stolz wie Oskar, dass es funktioniert hat, mit der Konzeption und allem Drum und Dran. Und jetzt kommts: Man konnte vorne zwei einstellige Zahlen einstellen, maximal bis zu der Ziffer 4 und hat dann auf einen Knopf gedrückt und er hat es hinten addiert, mehr konnte der nicht. (lacht) Aber es spiegelt genau das wieder, was so ein Smartphone heute ist, also natürlich sehr vereinfacht. Dieser Moment, wo dir klar wird: “Aha okay, es macht alles irgendwie Sinn und es funktioniert zusammen” – das war schon sehr cool.

Welchen Tipp hast Du für Studienanfänger für die Kombination von Berufsalltag, Hochschule und Berufsschule?

Also ich würde immer wieder dual studieren. Ich kenn die Konzepte der anderen Firmen nicht, aber ich bin mit unserem sehr zufrieden. Man kann sich die ersten zwei Jahre voll auf das Studium konzentrieren und den Job auch Job sein lassen. In den Semesterferien muss man ein bisschen arbeiten, schon allein um die Firma kennen zu lernen. Sinnvoll ist es auch, an Betriebsfeiern teilzunehmen, um die Kolleg*innen kennen zu lernen und sich zu orientieren, wo die Kolleg*innen beispielsweise mittags essen gehen usw.. Dann ist es bei der Hochschule so, dass man ab dem dritten Jahr ins Praxisjahr und somit in den Berufsalltag startet. Man hat dann das theoretische Wissen und kann es perfekt anwenden.

Und das wird auch gut abgestimmt von den Unternehmen und der Hochschule?

Ja, wir sind halt nur in den Semesterferien in der Firma, aber das ist akzeptiert und auch okay so. Das ist für mich auch der Grundbaustein des Studiums, sonst würde das glaub ich nicht funktionieren. Aktiv mitarbeiten und parallel das Studium machen, das wäre für mich zu viel gewesen. Da hätte ich mich weder auf das eine noch auf das andere konzentrieren können. Dieses richtige Kennenlernen des Studiums ist wichtig. Vorher hat man in der Schule immer gesagt bekommen, was man zu tun hat. Im Studium muss man dann aber selbst entscheiden, geht man zur Vorlesung oder nicht, lernt man oder lernt man nicht, macht man die Aufgaben zeitnah oder zwei Stunden vor der Abgabe. Diese Selbstorganisation musste ich erstmal lernen!

Wofür würdest Du Mitten in der Nacht aufstehen?

Für einen Skiurlaub. (lacht) Es ist nämlich nicht lange her, da bin ich um 2:00 Uhr nachts genau dafür aufgestanden.

Was hat Dich von allem am meisten an der Stadt Bremen überrascht?

Wie klein die Stadt doch ist. Ich komme zwar aus einer Kleinstadt mit nur zirka 25.000 Einwohnern, aber in Bremen ist auch alles relativ klein. Man kommt überall mit dem Fahrrad hin, aber es ist trotzdem immer etwas los. Vor allem war ich überrascht, dass alle Geschäfte bis 24 Uhr auf haben. (lacht)

Welches Bremer Viertel gefällt Dir am besten und wieso?

DAS Viertel. Ich wohne da und es ist sehr zentral. Die Neustadt – da muss man ja erst immer noch über die Brücke rüber, auf die falsche Seite der Weser. (lacht) Aber ich hatte in der Neustadt meine erste Wohnung. Im Viertel ist halt immer etwas los und ich bin in zehn Minuten in der Stadt oder am Ostertorsteinweg, kann da etwas essen gehen und solche Dinge.

„Ein Informatiker-Hotspot in Bremen? Der Hackerspace Bremen.“

Gibt es einen Informatiker-Hotspot in Bremen, von dem man wissen müsste?

Der Hackerspace Bremen! Das ist ein Verein, den es seit ein paar Jahren gibt, mit Sitz in der Bornstraße. Das Wort “Hacker” ist ja ein bisschen negativ belegt, wird aber auch immer missverstanden, weil Hacker an sich die Leute sind, die versuchen aus irgendwelchen Dingen etwas zu bauen. Im Verein gibt es zum Beispiel viele Lötstationen, 3D-Drucker und noch viele andere Sachen und die Mitglieder basteln total lustige Dinge. Dort kommen die unterschiedlichsten Fachgebiete zusammen. In diesem Jahr stellt der Verein auch auf der Maker Fair in Hannover aus.

Was würdest Du machen, wenn Du eine Woche kein Internetzugang hättest?

Ich würd mit meinem Bus nach Schweden fahren und mich da einfach irgendwo ins nirgendwo stellen, die Natur genießen und wandern gehen. Ich habe es aber noch nie eine Woche ohne Handy ausprobiert, ich weiß nicht, ob ich das überleben würde. (lacht)

Florian

Veröffentlicht: 27. September 2020

Hi, wie heißt Du?Florian Duchow
In welcher Stadt wohnst Du aktuell? Bremen
Und wo bist Du geboren? Brandenburg, Neuruppin
Das heißt, Du bist nur für Dein Studium nach Bremen gezogen?Richtig
Wie alt bist Du? 20 Jahre
DSI, DMI oder beides? DSI an der Hochschule
In welchem Semester befindest Du Dich? Ich werde 2020 fertig sein
Bei welchem Unternehmen bist Du angestellt? Bundesnetzagentur
Beschreibe Dich in drei Worten! Offen, freundlich und sehr genau

“Anders als in der Schule macht man im Studium das, worauf man auch wirklich Lust hat.”

Was waren vor dem Studium Deine Erwartungen an die Studenten-Zeit?

Da man über duale Studiengänge häufig hört, dass es schwer ist, neben der Hochschule noch zu arbeiten, bin ich mit der Erwartung rangegangen, dass das Ganze schon anstrengend wird. Andererseits ist es aber auch so, dass man anders als in der Schule das macht, worauf man auch wirklich Lust hat und sich auf einen Bereich beschränkt, den man interessant findet. Außerdem habe ich mich auf die Stadt Bremen sehr gefreut und bezüglich der Bundesnetzagentur hatte ich durch das Bewerbungsgespräch auch ein sehr gutes Gefühl.

Und wurden Deine Erwartungen bisher erfüllt?

Im Großen und Ganzen wurden sie erfüllt. Aber es gibt in der Berufsschule schon Fächer, bei denen man sich fragt, wozu man die braucht oder die man nicht sonderlich mag. Es ist nicht so, dass man sich für das Studium entscheidet und alles immer 100 Prozent interessant findet, aber das steht man ganz gut durch.

Bist Du ein Frühaufsteher oder Morgenmuffel?

Ich bin eher ein Morgenmuffel. Mein Trick ist, dass ich morgens dusche und mich danach nochmal für eine Stunde hinlege. Leider bin ich trotzdem meist müde. Ich trinke jeden Tag meine Fritz Cola in der Hochschule, das ist sozusagen mein täglicher Kaffee. Und irgendwie überlebe ich den Morgen und ab 9 Uhr wird es dann auch besser. (lacht)

Wie sieht der gewöhnliche Arbeitsalltag bei Dir aus?

Während der Hochschul-Phase sind wir nur jeden Donnerstag in der Bundesnetzagentur, da wir viele Aufgaben für die Hochschule zu erledigen haben. In den Praxisphasen bekommen wir konkrete Arbeitsaufträge, die wir dann abarbeiten. Wir haben zum Beispiel Projektarbeiten, für die wir eine Aufgabenstellung bekommen, die genau vorschreibt, was das Programm am Ende beinhalten soll. Wir arbeiten uns dann selbstständig durch die einzelnen Phasen der Projektplanung, immer in Zusammenarbeit mit den Azubis, die nicht zusätzlich studieren. Ansonsten gab es am Anfang viele Arbeitsaufträge, in denen uns Grundlagen vermittelt wurden und zu denen wir zu verschiedenen Themen Vorträge vorbereiten und halten mussten.

“Die Praxisphasen sind bei uns das, was sonst die Semesterferien wären.”

Wie kann man sich das in den Praxisphasen vorstellen?

Die Praxisphasen sind bei uns das, was sonst Semesterferien wären. In dieser Zeit sind wir den ganzen Tag in der Bundesnetzagentur und haben einen normalen Arbeitsalltag. Es besteht dann die Chance, Projekte zu bearbeiten. Wenn wir während der Hochschulzeit nur einmal in der Woche in der Behörde sind, lässt sich ein Projekt schwierig fertig stellen, da lohnt sich das in den Praxisphasen eher. Außerdem können wir in den Praxisphasen, an die anderen IT-Standorte der Bundesnetzagentur fahren. Wir waren zum Beispiel im vergangenen Praxisblock in Mainz, weil ein Großteil der IT-Referate dort sitzt. Da konnten wir uns vor Ort angucken, wo unsere zukünftigen Arbeitsplätze sein könnten.

Das heißt, in der Hochschulzeit gibt es dann einen Tag, an dem ihr im Unternehmen seid?

Das ist abhängig vom jeweiligen Hochschulplan. Wir besprechen mit den Ausbilder*innen zu welcher Zeit in der Woche es sinnvoll ist, in die Behörde zu kommen. Das hängt dann immer davon ab, wann wir anfangen und aufhören, sodass wir ungefähr auf unsere Wochenstunden kommen. Was ebenso berücksichtigt werden muss ist, dass wir jeden Dienstagnachmittag Berufsschule haben. Aber da achtet die Hochschule drauf – an dem Tag ist der Unterricht immer so vorbei, dass wir im Anschluss zur Berufsschule können.

Wo siehst Du Dich in zehn Jahren?

Im Idealfall mit dem Bachelorabschluss in der Hand und aktuell würde ich gerne noch einen Master dranhängen, aber das wird sich in den nächsten Jahren entscheiden. Ansonsten: Fest in der Arbeitswelt integriert und am besten verheiratet und Kinder.

Kommt denn der DMI für Dich infrage oder würdest Du einen anderen Master machen?

Das hängt von der Bundesnetzagentur ab, wir haben eine Verpflichtung zwei Jahre lang nach dem Bachelor in der Behörde zu bleiben. Ich muss dann sehen, ob es möglich ist, den DMI bei der Bundesnetzagentur anzuhängen. Der Master wird dann allerdings vermutlich nicht in Bremen sein, da unser IT-Standort nicht hier ist. Nach dem Bachelor wird es dann voraussichtlich zu einem anderen Standort gehen.

Wenn Du übersinnliche Kräfte besitzen würdest, wie würdest Du diese in Deinem Studium, Deiner Ausbildung oder Deiner Arbeit einsetzen?

Es kommt drauf an welche übersinnliche Kraft ich habe. Aber wenn meine Kraft so übersinnlich wäre, dass ich mir alles ohne Probleme merken könnte, dann würde das natürlich viel Lernaufwand ersparen. Das hätte zur Folge, dass ich viel mehr Freizeit hätte. Doch, das würde mir gefallen.

Was hast Du Dir von Deinem ersten verdienten Geld gekauft?

Ich war mit meinem ersten verdienten Geld mit meinen Freunden aus der SEK I Zeit essen und ich habe mir meine Play Station 4 gekauft.

Auf welche Veranstaltung sollte ein Bremer Neuling auf jeden Fall gehen?

Das Problem ist, dass ich selbst auf wenige Veranstaltungen gehe. Auf dem Freimarkt sollte man mal gewesen sein. Wir sind die letzten beiden Jahre auch mit den Azubis und Student*innen zusammen hingegangen. Und das Weser Stadion sollte man natürlich auch einmal besuchen.

Anika

Veröffentlicht:

Hi, wie heißt Du?Anika Bracht
In welcher Stadt wohnst Du aktuell? Bremen
Und wo bist Du geboren? Auch in Bremen
Wie alt bist Du? 25 Jahre
DSI, DMI oder beides? DSI und zurzeit DMI
In welchem Semester befindest Du Dich? Im 5. Semester
Bei welchem Unternehmen bist Du angestellt? CTS EVENTIM Solutions GmbH
Beschreibe Dich in drei Worten! Fröhlich, realistisch und offen

Es gibt ja ein recht weites Spektrum an Studiengängen. Wusstest Du direkt, in welchen dieser Bereiche Du einsteigen möchtest?

Nach dem Abitur fand ich den Gedanken zu studieren schon schön, obwohl ich mir nicht so richtig was drunter vorstellen konnte. Aber eine Ausbildung hat mich irgendwie auch gereizt. Auf einer Berufsmesse habe ich erfahren, dass es das Duale Studium Informatik gibt. Daraufhin habe ich mich näher informiert und fand es echt cool, weil ich Informatik auch als Leistungskurs im Abi hatte. Nach einiger Zeit bin ich dann auf EVENTIM gestoßen und bei EVENTIM hatte ich eine Vorstellung davon, was die machen. Nachdem ich das DSI entdeckt hatte, gab es keinen Zeitpunkt, an dem ich etwas anderes studieren wollte. Für mich war sofort klar, dass ich dieses Duale Studium Informatik machen will.

Und beim DMI war für Dich dann auch klar, dass Du das bei EVENTIM machen möchtest?

Ja. In meinem Bachelorvertrag war vereinbart, dass ich nach Abschluss zwei Jahre im Unternehmen bleibe. Als ich dann gehört habe, dass es das DMI gibt, habe ich direkt gefragt ob es möglich wäre, den Master hier bei EVENTIM anzuhängen. Ich habe dann nicht direkt im Anschluss an den Bachelor den Master weitergeführt, sondern erst mal ein Semester voll gearbeitet. In der Zeit hatten mein Arbeitgeber und ich sozusagen Bedenkzeit. Schließlich dachte ich mir, wenn ich die Möglichkeit habe, warum sollte ich den Master nicht auch noch hinterherschieben und so hab ich es auch getan.

Bist Du mit Deiner jetzigen Entscheidung zufrieden?

Momentan verzweifle ich gerade ein wenig, da ich derzeit meine Masterarbeit schreibe, aber ansonsten freue ich mich sehr. (lacht)

Was ist Dein Lieblingsmodul an der Uni?

Das ist gar nicht so leicht. Ich fand das Thema Petri-Netze sehr interessant. Da geht es um die Darstellung von Automaten. Du hast verschiedene Zustände und Punkte und es gibt eine Startbedingung und man muss die so verbinden, dass eine spezielle Endverbindung entsteht – zum Beispiel die, dass alle Punkte in einem Zustand sind. Es ist leider schon etwas länger her, deswegen kann ich es nicht so gut erklären, (lacht) aber das fand ich ziemlich gut.

“Freizeit und Uni passen irgendwie immer zusammen.”

Wie vereinbarst Du die Arbeit und Freizeit miteinander?

Ich habe vor dem DSI noch regelmäßig Klavier gespielt, aber mir war klar, dass ich das aufgeben muss, wenn ich dieses duale Studium anfange, weil es einfach viel Zeit in Anspruch nimmt. Ich fand es nie schlimm, dass man mal bis Mitternacht an einem Abgabezettel saß, ich wusste ja, worauf ich mich eingelassen habe. Irgendwann schleicht sich eh immer das schlechte Gewissen ein und man merkt, dass man sich hinsetzen und was tun muss, aber Freizeit und Uni passen irgendwie immer zusammen.

Was hast Du Dir von Deinem ersten Gehalt gekauft?

Ich habe mit meinem ersten Gehalt meine Mama und meine Schwestern zum Essen eingeladen, weil man das wohl so macht. (lacht)  Wir waren in einem mongolischen Restaurant in Huchting.

Welches Bremer Viertel gefällt Dir am besten und zu welcher Veranstaltung sollte man dort hingehen?

Also von der Wohngegend her, finde ich die Neustadt nicht verkehrt. Dort ist alles in der Nähe und ich bin mit der Bahn in zehn Minuten bei der Arbeit. Man ist super nah an der Stadt, aber doch nicht mitten drin. Ansonsten kann ich in Walle die Union Brauerei sehr empfehlen. Die haben sehr gute Pulled Pork Burger. Und im Obergeschoss ist das Krimitheater, dafür hab ich letztens Tickets bekommen, das war sehr spannend. Das Theater ist nicht so groß wie das Goethe Theater im Viertel, aber dafür viel familiärer und gemütlicher.

Wohnst Du alleine oder in einer WG oder ganz anders?

Ich wohne alleine in einer Wohnung relativ nah am Leibnizplatz. Wenn ich dann mal zur Uni muss, ist das nicht allzu weit. Vorher habe ich bei meiner Mama in Huchting gewohnt und da habe ich eine Stunde zur Uni gebraucht, das war nicht so angenehm.

Was würdest Du machen, wenn Du eine Woche kein Smartphone hättest?

Als Informatikerin würde ich wahrscheinlich den Laptop benutzen.

Okay, sagen wir Du hast gar nichts in der Richtung.

Dann würde ich mit meinem Haustelefon, die Leute anrufen, deren Nummern ich hoffentlich habe und würde mit ihnen etwas unternehmen. So etwas wie Spazieren, Essen oder ins Kino gehen, denn ich gehe gern ins Kino, da braucht man das Handy ja nicht.

“Vor allem im Team ist eine gute Kommunikation und Absprache wichtig.”

Was würdest Du einem Neuling für seinen oder ihren ersten Tag bei EVENTIM empfehlen?

In diesem dreieckigen Gebäude verläuft man sich extrem schnell. Man braucht mindestens einen Monat, bis man weiß, bei welchem Eingang oder Ausgang man sich befindet. Außerdem gibt es einige Tricks und Tipps, die ich nach und nach gelernt habe, zum Beispiel wo es Tee gibt oder wen man ansprechen muss, wenn man seine Tastatur mit Wasser geflutet hat. Ansonsten sollte man sich nicht still in die Ecke setzen und darauf warten, dass man angesprochen wird. Vor allem im Team ist eine gute Kommunikation und Absprache wichtig.

Jonas

Veröffentlicht:

Hi, wie heißt Du?Jonas Beenenga
In welcher Stadt wohnst Du aktuell? Bremen
Und wo bist Du geboren? Auch in Bremen
Wie alt bist Du? 25 Jahre
DSI, DMI oder beides? DSI
In welchem Semester befindest Du Dich? Fertig seit 2015
Bei welchem Unternehmen bist Du angestellt? Meine Ausbildung habe ich bei der abat AG gemacht, zurzeit arbeite ich bei PDS in Rotenburg
Beschreibe Dich in drei Worten! Unkonventionell, offen und zielorientiert

Es gibt ja ein recht weites Spektrum an Studiengängen. Wusstest Du direkt in welchen dieser Bereiche Du einsteigen möchtest?

Ich war eigentlich immer in Richtung Mathe und Informatik ausgerichtet, wollte aber nie das reine Studium haben, weil mir das einfach zu langweilig vorkam. Ich habe dann das duale Studium gefunden und gedacht, ja, das ist es. Danach habe ich mich gar nicht mehr weiter umgeguckt, sondern bin von Informatik ausgegangen. Ich war mir also sehr sicher.

“Meine Abiturkombination war sozusagen eine Nerdkombination.”

Woher kam das Interesse?

Ich hatte in der Schule Informatik. Der Lehrer war zwar nicht gut, konnte mich aber irgendwie dafür begeistern und hat mir einen Anreiz gegeben, damit auch weiter zu machen. Mathe hatte ich als Leistungskurs und da war Informatik als Nebenfach Pflicht. Meine Abiturkombination war sozusagen eine Nerdkombination. (lacht)  Später habe ich gesehen, dass man das auch wirklich studieren kann und so habe ich dann für mich entschieden, dass ich in die Richtung gehen möchte.

Bist Du mit Deiner jetzigen Entscheidung zufrieden?

Ich glaube, dass der Weg für mich auf jeden Fall am allerbesten war. Ich fand es total spannend, im Informatikstudium hinter die Kulissen gucken zu können. Gleichzeitig wollte ich aber auch wissen, was dann passiert, und da konnte ich in der Praxis viel lernen. Im Unternehmen habe ich mich schließlich einfach hingesetzt, etwas für meinen Arbeitgeber programmiert und so gemerkt, dass das Erlernte etwas ist, was ich auch anwenden kann. Die abstrakten Dinge, die ich in der Uni und im Leben gelernt habe, öffnen einem im Berufsleben extrem viele Türen, wie ich gemerkt habe.

Nenne das längste Fachwort, das Du aus Deinem Studium kennst.

Nichtdeterministischer endlicher Automat.

Wo hast Du Dein Studium gemacht?

Bei der abat AG, aber ich habe mich nach dem Studium darum gekümmert, dass ich neue Herausforderungen bekomme und bin zu einem anderen Arbeitgeber gegangen. Beim Bewerbungsprozess ist mir aufgefallen, dass die Arbeitgeber das toll finden, wenn man im Studium nicht nur rumgesessen hat, sondern auch wirklich etwas gemacht hat.

“Während des Studiums habe ich eine Buchausleihe programmiert, die bis heute im Unternehmen verwendet wird.”

In welchen Projekten konntest Du Dich in Deinem Unternehmen bereits einbringen?

Während des Studiums habe ich gelernt, Android Apps zu programmieren und habe damit eine Buchausleihe programmiert, damit die Bücher im Unternehmen nicht mehr rumfliegen. Die App wird glaub ich auch noch verwendet. Das war mein Ausbildungsprojekt und es war für mich sehr spannend zu sehen, wie das Programm, das ich gestaltet und programmiert habe, auch genutzt wird. Ansonsten habe ich bei abat viele kleine Programme für den internen Gebrauch geschrieben. Ich hatte so die Möglichkeit, viel praktisch zu arbeiten. Es gibt einen Hintergrundprozess, bei dem mich ehemalige Kolleg*innen heute manchmal noch anschreiben und Fragen stellen. Ich merke also, dass ich etwas Gutes getan habe, was auch heute noch hilfreich ist.

Was interessiert Dich am meisten aus dem Themengebiet der Informatik?

Ich glaube am interessantesten finde ich es, wenn man die theoretische Informatik der praktischen gegenüberstellt und guckt, wo es da Gemeinsamkeiten gibt und so plötzlich Hintergründe versteht. Es gibt zum Beispiel häufig fünf Wege, die zum Ziel führen und zunächst erst einmal alle gleich aussehen. Wenn man dann aber die Hintergründe dazu betrachtet, zeigt sich, dass ein Weg schneller ist als der andere.

Wo siehst Du Dich in zehn Jahren?

Ich würde gerne weiter entwickeln, weil mir das einfach unglaublich viel Spaß macht. Es ist total kreativ und man kann sich ein bisschen austoben. Ansonsten würde ich gerne mal eine Architektur designen, also überlegen, wie man eine Software so bauen kann, dass sie noch in 30 Jahren nutzbar ist. Heute ist es oft so, dass irgendwer nach fünf Jahren feststellt, dass eine Software nicht durchdacht ist und sie wegwirft. Ich sehe mich also irgendwie zwischen einem Designer und/oder einem Software-Entwickler.

Welche Bremer Food Location kannst Du wärmstens empfehlen?

Was auf jeden Fall sehr schick ist, ist das Schüttinger. Und was sich sehr gut für Studenten eignet ist das Enchilada an der Schlachte, das finde ich sehr lecker.

Was sollte man sich dort bestellen?

Im Enchilada würde ich vermutlich die Chicken Wings bestellen und im Schüttinger sind die Schnitzel richtig gut. Das Bierkutscher Schnitzel war das letzte Mal zum Beispiel sehr lecker.

Leonid

Veröffentlicht:

Hi, wie heißt Du?Leonid Kiritschenko
In welcher Stadt wohnst Du aktuell? Frankfurt am Main
Und wo bist Du geboren? Kasachstan
Das heißt, Du bist nur für Dein Studium nach Bremen gezogen?Ja, ich bin direkt nach dem Abi für das Studium nach Bremen gezogen
Wie alt bist Du? 28 Jahre
DSI, DMI oder beides? DSI
In welchem Semester befindest Du Dich? abgeschlossen
Bei welchem Unternehmen bist Du angestellt? Ich war bei Rheinmetall Electronics GmbH
Beschreibe Dich in drei Worten! Spontan, flexibel und faul

Wie bist Du auf den Studiengang aufmerksam geworden?

Das interessante ist, dass den DSI gar nicht ich gefunden habe, sondern meine Mutter. Sie hat das DSI über das Internet gefunden. Ich hatte mich zu der Zeit zwar auch auf duale Studiengänge beworben, aber im Bereich Mechatronik, da ich Physik als Leistungskurs hatte. Dann ist meine Mutter auf die offizielle Website des Dualen Studiengangs Informatik Bremen aufmerksam geworden und ich habe mich kurzerhand beworben. Die Webseite war echt sehr hilfreich, um sich über den Studiengang zu informieren.

Wusstest Du, worauf Du Dich einlässt?

Zum einen ja und zum anderen nein. Ich hatte mich schon während der Bewerbung informiert, z.B. ob mein Studium an der Uni oder der Hochschule sein wird, wo ich wohnen möchte und ich habe natürlich auch ein wenig zum Unternehmen recherchiert. Aber letztendlich hatte ich nicht wirklich einen großen Plan und bin das ganze spontan angegangen.

“Der Studiengang nimmt alle mit, auch die, die vielleicht noch Anfänger*in sind und bildet sie zum Profi aus.”

Welchen Tipp würdest Du Studienanfänger*innen des DSI geben?

Ich würde auf jeden Fall den Tipp geben, es einfach zu versuchen, auch wenn ihr nicht wirklich Programmiererfahrung habt. Ich würde dem dennoch eine Chance geben, weil der Studiengang alle, die vielleicht noch Anfänger*in sind, mitnimmt und zum Profi ausbildet. Wenn am Ende nichts daraus wird, dann hat man auf jeden Fall gute Erfahrungen gesammelt und wenn doch, dann hat man sich damit die besten Chancen im Leben geschaffen.

Was war Dein Lieblingsmodul oder Lieblingsinformatikthema?

Im letzten Semester gab es ein Modul, in dem wir eine Drohne programmiert haben zu fliegen. In einem zweiten Modul hatten wir das Thema iPhone-App-Entwicklung. Das war dann alles in den letzten Modulen, bei denen wir auswählen konnten, was wir machen wollen. Das war für mich sehr interessant, da wir hier wirklich mal Apps geschrieben haben, die man heutzutage überall sieht und wir damit experimentieren konnten.

“Durch die kleinen Gruppen war der Zusammenhalt der dualen Student*innen sehr groß.”

Was vermisst Du, wenn Du an Bremen zurückdenkst?

Ich vermisse die Atmosphäre die wir hatten, da wir wirklich eine kleine Gruppe waren und gut mit den Professor*innen kommunizieren konnten. Deshalb konnte man sich schlecht in den Vorlesungen verstecken und schlafen, was glaub ich von Vorteil war. (lacht) Durch die kleinen Gruppen war auch der Zusammenhalt der dualen Student*innen sehr groß. Alle haben gut miteinander kommuniziert und sich gegenseitig bei Aufgaben oder Klausurvorbereitung geholfen.

Welchen Hotspot in Bremen kannst Du Neulingen empfehlen?

Ich hatte mehr oder weniger einen persönlichen Hotspot und der ist nützlich für jeden, der sich überlegt, nach Bremen in ein Studentenwohnheim zu ziehen: das Studentenwohnheim Luisenthal. Das ist ziemlich groß mit rund 800 Leuten, die haben dort eine eigene Bar, die von Student*innen für Student*innen geführt wird und wo das Bier einen Euro kostet. So konnte ich super neue Leute kennenlernen. Eigentlich hatte ich dadurch zwei Familien. Einmal die Leute, mit denen ich studiert, die Klausuren bestanden und anschließend gefeiert habe. Und dann hatte ich die Student*innen, mit denen ich abseits noch etwas gemacht habe. So konnte ich mein Privat- und Arbeitsleben etwas trennen.

Wie sieht Dein üblicher Start in den Tag aus?

Normalerweise stehe ich um 5 Uhr morgens auf und gehe ins Fitnessstudio. Um 8 Uhr fängt der “Partnerinformation Call” an, so nennt sich das in unserer Firma, wenn unsere Abteilung mit allen Partnern telefoniert und man sich gemeinsam auf den neuesten Stand bringt. Um 12 Uhr ist Mittagspause, ab und zu wird dann ein bisschen Kicker gespielt. Mein Arbeitstag endet meist so gegen 18/19 Uhr. Nach der Arbeit folgt dann noch etwas Sport und abends geh ich gerne mal mit den Kollegen ins Kino.

Wofür würdest Du mitten in der Nacht aufstehen?

Ich glaub für zwei Dinge: Erstens für einen guten Freund und zweitens für ein Glas Wasser.